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April 1580,
384.
Conferenz der VII katholischen Orte.
Lncern. ?lpvil (Dienstag nach d. Sonntag Nisei'iecii'üm).
Tt^otSarchiv Lucer». Luccrn, Abjch. Bd. k°. iü. —^ Allgcm. Absch. Bd. 1^. 42Z. Landesarchiv Dchwyz. Arciiiv Soloth»r>>-
lAuch i» den Archivin Otwaldrn nnd Frciburg.I
Rathsbotcn: Lnccrn. Rochus Hclmli, Schultheiß; Ludwig Pfhffer, Ritter, alt-Schultheiß; Scba-stiau Feer; Niklanö Kloos, beide Vcnner uud des Raths, llri. Johauu zum Brunnen, Landammann.Schwhz. Christoph Schoruo, Laiidammauu. Untcrwaldeu. Marquard Jmfeld, Laudammauu ob demWald; Melchior Lussi, Ritter, Laudammauu uid dem Wald. Zug. Johauu Bolsinger, alt-Ammann.Freiburg. Ludwig von Affrh, Schultheiß; Ulrich von Eugelsperg, des Raths. Solothnrn. SteplMSchwatler, Venner uud des Raths; Hans Jakob vom Staat, Stadtschreiber.
Vorzüglich wegen der ausstehenden französischen Pensionen und Kriegözahlnngen, ferner wegender Einwendungen der IV evangelischen Städte gegen das Bündnis; der katholischen Orte mit dem W-schof von Basel nnd gegen, die Maßnahmen des Bischofs von Vcreelli, sowie wegen des Begehrens vonBern um Aufnahme seines savohischcn Gebiets in den eidgenössischen Schirm und wegen anderer Gc-schästc hatte man gegenwärtigen Tag auszuschreiben für nöthig erachtet. — Zuerst eröffnet nun MannsHugine, des Bischofs von Basel Rath nnd Bogt zu Oelsberg: Es habe der Bischof mit Bedauern denVerdruß und Unwillen einiger Orte über das Bündnis; der katholischen Orte mit ihm vernommen unddaher nicht unterlassen wollen, ihn auf gegenwärtige Tagsazung abzuordnen, um für Befestigung dicst>.christlichen Werkes zu wirken; der Bischof stelle ferner die Bitte, man möchte auf Mittel bedachtste,
wie einige seiner Unterthanen, die durch Prediger von Bern und Basel vom katholischen Glanben abwm^
dig gemacht worden, wieder zu demselben zurükgebracht werden können; er bitte ferner um Rath,^uwelche Weise er die an die Stadt Basel vcrsczten Landschaften nnd Gerechtigkeiten wieder an diezurüklösen könne; er bitte endlich um Verwendung bei Uri, damit es ebenfalls dem Bündnis; der katlfftischen Orte mit ihm beitrete. — Nach Verdankung des von ihm vermeldeten Grußes und gnädigen ^bietens geben die sechs Orte folgenden Bescheid: Sie werden ihm ihre Verantwortung gegenStädte abschriftlich mittheilen, damit er sich desto besser zu verhalten wisse; bezüglich der LoinngPfandschillings, sowie der Religionsangclegenheiten seiner Unterthanen etwas vorzunehmen, h^tegegenwärtig die Umstände nicht für geeignet und wolle vorerst die Antwort der IV Städte ans ihre eantwortnng abwarten, die man auf diesem Tag entwerfen und jedem Ort mittheilcn werde; hinsu) ^des Gesuchs, Uri zum Beitritt zu diesem christlichen Bund zu vermögen, stelle man ihm anHeim,von einem oder mehrern Orten zu bezeichnen, welche die Sache unterhandeln und im Namen der st^Orte auf nächster Landsgemcinde zu Uri das Gesuch vorbringen sollen. I». Dem französischendor, Herrn von Sanch, wird auf seinen Vortrag geantwortet: Man habe eine solche Verzögerung ^Bezahlung der Pensionen nnd Kriegsansprachen nicht erwartet, sondern geglaubt, dieselbenden versprochenen Termin berichtigt werden, in Bernksichtigung, wie treu man dem König in jeincn c ^beigestanden und wie viele tapfere Leute man verloren habe, deren Wittwen nnd Waisen nun ssv'"lange der Bezahlung ihrer Anforderungen entgegen harren; wenn daher der König dienicht gebe, daß längstens bis Ende Mai zwei, oder doch wenigstens eine Pension, deren bereits vier