Februar 1580,
Wiflisburg von Korn und anderm Getraide abgefordert wird, stellen die Gesandten von Bern die freund-liche Bitte, Freiburg möchte diesen Zoll wieder aufheben und die von Wiflisburg bei ihrer Zollfrcihcitdaselbst bleiben lasten. Die freiburgischcn Gesandten sprechen ihre Verwunderung darüber aus, daß dievon Wiflisburg sich über diesen Zoll beschweren, da doch ihre eigenen Burger und Hintertharren, svwwandere benachbarte Fleken, als Petcrlingcn, Murten, u s. w. sich nicht darüber beklagen. — Bern nimmtes all rsllZi'enllum. S. Es wird beantragt, sich darüber zu verständigen, wie man sich bezüglich der beidenStädten angehörenden presthaftcn Leute, die man schneiden oder sonst arzncn lasse, zu verhalten habe,da der Steinschneider, welcher das presthaftc Kind zu Frciburg geschnitten, sechs Kronen dafür geforderthabe und überdies; noch bei dreißig Florin Kosten im Spital daraufgegangen seien.— Wird all mslrucn-llnin grnommcn.
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Comoren; der V katholischen Orte.
Lucern »<» Februar (Dienstag nach der Herrenfaßnachtch
Staatsarchiv Lilccri». Lucern. Absch Bd. kV — Allgeiu. 'Abich. Bd. —4!6.
'Auch im LstndcS.it chiv .?tbn)yz.l
NathSbotcn: Lucern. Rochus Hclmli, Schultheiß; Ludwig Pfhffer, Ritter, alt-Schultheiß; NiklausKlooö; Sebastian Fcer, beide Venner und des Raths. Uri. Jost Schmid, alt-Landammann. SchwillChristoph Schorno, Ritter, Landammann. Untcrwaldcn. Marguard Jmfcld, Landammaun ob demWald; Hauptmann Hauö Lussi, des Raths nid dem Wald. Zug. Hauptmann Hanö Nußbaumer.
t». Weil der Krieg neuerdings ausgebrochen ist und weil Pfalzgraf Casimir und anderes deutschtund welsches KricgSvolk vorhaben soll, den Durchmarsch durch das Elsaß und an der eidgenössisch^Grenze vorbei zu nehmen, wurde für nöthig erachtet, gegenwärtige Confercnz abzuhalten. Zudem wirdberichtet, daß die IV evangelischen Städte vor einigen Tagen eine Tagsazung zu Aarau abgeholte"haben, theils wegen des Bündnisses der katholischen Orte mit dem Bischof von Basel, daö sie mit Ar>stwohn erfüllt, theilö wegen der durch den Bischof von Vereelli in den gemeinen Vogteien vorgenommene"Visitation und Reformation und weil namentlich Bern glaubt, derselbe habe auf seinen öfteru Reste"durch Bern aus Verachtung gegen Bern dort nicht zugekehrt, theils endlich, weil Pfalzgraf Casimir dieHauptleute der IV Städte, die ihm schon früher gedient, nach Fraukenthal geladen und an die Obr>Dkeiteu mehrmals trozige Briefe geschrieben hat. Ferner wird berichtet, was Solothurn einem Abgeordnete"von Bern über diese Punkte geantwortet hat, nämlich, es trete mit dem Bischof von Basel in ein B""^niß, weil ihr Gebiet an einander grenze und um in Zeiten der Gefahr, wie die gegenwärtigen, cinanvorbeistehen zu können; es könne auch nicht finden, daß der päpstliche Gesandte Krieg oder Unruhen stifte,indem er nur gekommen sei, die Geistlichen zu reformieren und Mißbräuche und Unordnungen obz"schaffen. Endlich vernimmt mau, daß 0r. Bütterich uud Gesandte des Herzogs von Alenoon und ^Prinzen von Condö dieser Tage zu Mümpelgard bei einander gewesen seien. — Es wird nun auf - "tification hin beschlossen, auf dem nächsten Tage zu Baden einstimmig an der frühern Verabredung Mzuhalten und von den übrigen Orten eine gründliche lautere Erklärung zu verlangen, wessen man ssst ^ihnen versehen könne und was sie bezüglich der Gestattung von Durchmärschen zu thun gedenken, soda""