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Juni l579.
«I. Landammann Lussi bittet für sich und im Namen des Landammann A-Pro um Vergütung der Aus-lagen, die sie auf ihrer Sendung nach Moyland wegen des Geleits der mayländischen Kanfleutc gehabthatten. — Wird zur Jnstruierung ans den nächsten Tag in den Abschied genommen. S. Der französisch?Gesandte, Herr von Saney, meldet nach Ueberreichung seiner Creditive (vom 28. Februar): Der Könighabe ihn an die Stelle des zum Präsidenten im Delphinat erwählten Herrn von Hantefort zum ordent-lichen Ambassador in der Eidgenossenschaft ernannt; der König, dessen Mutter und Gemahlin lassen denEidgenossen ihren freundlichen Grus; vermelden; der König bedauere, daß er bisher nicht die Mittel ge-habt habe, die schuldigen Zahlungen zu leisten, indem die vielen Empörungen und Kriege in seinem Landes ihm bisher unmöglich gemacht haben; da nun aber der Friede hergestellt sei, hoffe er sie bald befrie-digen zu können; vor einigen Tagen habe derselbe eine bedeutende Summe zur Bezahlung der Hauptlcnte
geschikt und in kurzem werde das Geld zu Bezahlung einer Pension anlangen; es haben die Eidgenossenstets viel lieber mit den Königen von Frankreich als mit andern Fürsten Bündnisse abgeschlossen, denKönigen von Frankreich sei aber auch eben so viel an der Eidgenossenschaft Erhaltung und Wohlfahrtgelegen gewesen, als den andern Fürsten an deren Untergang; er bitte daher zu Gott, daß er die Eid-genossen dabei erhalten möge.— Antwort: Man danke für die ausgerichteten Grüße und Anerbieten undwünsche, daß der König in seiner wohlwollenden Gesinnung gegen die Eidgenossen verharre; man lebees übrigens gern, daß der König ihn zum Ambassador ernannt habe, und wünsche ihm viel Glük daz»>der König hätte keine den Eidgenossen angenehmere Person schiken können; man bitte ihn, sich fürzahlnng der vier verfallenen Pensionen sowohl als der andern Ansprachen nachdrüklich zu verwende»-t. Graf Paulus zu Salm und andere adclichc Räthc melden als Abgesandte des Herzogs Karl vonCalabrien und Lothringen, daß der Herzog das alte Bündnis; mit der Eidgenossenschaft zu erneuernwünsche. — Der Vortrag wird nach angemessener Vcrdankung in den Abschied genommen. A» ^Gesandte von Lucern stellt die Bitte, man möchte dem verdienten Sekelmcister Holdcrmcycr Fenster'mit den Wappen der Orte in sein neues Hans schenken. — Wird all iiwtrnvnllnm genommen. I». ^neue savoyische Gesandte, Rudolph „Fabri" (Favre), meldet, das; der Herzog ihn an die Stelle des bcurlaubtcn Herrn von Jacob hergesendet habe, daß er sein möglichstes thnn werde, das Wohlwollender Eidgenossen sich zu erwerben, und daß Herr von Jaeob sich durch ihn entschuldigen lasse. A»twort: Man hätte es gern gesehen, wenn Herr von Jaeob länger hier geblieben wäre; weil es al»rdem Herzog gefallen, denselben abzuberufen, so erwarte man, das; er, der neue Gesandte, die freundstövstliehen Verhältnisse mit den Eidgenossen zu erhalten suchen werde, so wie Herr von Jaeob cS gcthan hat»I. (S. u. Luggarus). Schwyz macht die Anzeige, daß es vor einigen Tagen einen Verbrecher haverbrennen lassen, und beschreibt dessen zwei Gehülfen, welche gar „böse Buben" und Brandstifter sei?" ^Diese Anzeige wird behufs Ergreifung der nöthigen Maßregeln in den Abschied genommen. I.JcdeS dcrVIkatbo-tischen Orte schenkt dem Meyer zu Aernen im Wallis 3 Kronen für ein Fenster in dessen neues Haus, i» SchwPdankt für die dem Kloster und Flcken Einsiedel» nach dem Brand verabreichten Untcrstüzungen und vcl^sichert, dieses nie vergessen zu wollen; es bittet dann um Fenster mit den Wappen der Orte inschöne neue Haus des Vogt Weidmann zu Einsiedel», das über hundert Fenster habe. — Dieses ,wird all iiiKnicnllnm genommen. »>. (S. u. Vier ennetbirg. Vogt, übcrh.). «». Da das jährliche Einlom»der Landvögtc dies;- und jenseits des Gebirgs merklich abnimmt, so wird vorgeschlagen, durch .cvcndc Maßregeln diesem zu begegnen. Z» Der burgundische Gesandte, Herr von Villa Nova, vcu»e >-