August 1578. tjljz
Icinc Galeeren aufnehme» würde: Der Herzog sei geneigt, den Eidgenossen solche Leute abzunehmen,wenn diese „mit Recht" dazu verurthcilt worden, wenn man ihm jcwcilen schriftlich mitthcile, was einicdcr verbrochen habe, und wenn man selbe auf eidgenössische Kosten dorthin liefere, wohin Bern die^>nen bringe. — Wird in den Abschied genommen. «I. (S. u. Baden), v. Den beiden Landvögten zu"den und in den Freien Aemtern, desgleichen denen von Bremgartcn und von Mellingen wird mit^lcm Ernst anbefohlen, auf die „täuferischcn" Aufwiegler zu achten, sie gefangen zu nehmen und nach^'dienen zu bestrafen. Auf lcztcm Tage war besprochen worden, daß die Wiedertäufer auf den Land-warchen zusammenkommen und sich, wenn sie verfolgt werden, von einem Gebiet auf das andere flüchten,eßwegcn wird nun verabredet, daß man solchen Leuten von einem Gebiet aus das andere nachjagen"Ne, daß sie jedoch der Obrigkeit, auf deren Gebiet sie betreten werden, ausgeliefert werden sollen, unddie Obrigkeit oder der Laudvogt, in deren Bezirk solche Täufer wohnen, deren Hab und Gilt zuHunden ziehen dürfe. Und weil solche Täufer, wenn sie fortziehen, ihre Höfe und Güter verkaufen undwi Erlös mitnehmen, wird anbefohlen, in den gemeinen Vogtcicn einen Ruf zu erlassen, daß in Zukunft'Winand den Täufern Güter abkaufen dürfe, tl'. Weil sich im Hcgäu allerlei Kricgsvolk sammelt, dessenUchte» man nicht kennt, hatte Schaffhausen die Ausschreibung gegenwärtiger Tagsazung von Zürich"ngt. eröffnen die Gesandten von Schaffhausen: Bei den drohenden Anzeichen habe Schaffhau-^ nicht unterlassen dürfen, den Eidgenossen hicvon Kenntnis! zu geben, gleichwie Basel vor Jahren°Uch gcthan habe, als Herzog Wolfgang von Zweibrüken seinen Durchzug durch daS Elsaß und Burgundwch Frankreich genommen; dieser habe damals auf der Eidgenossen dringendes Schreiben seinen PlanÄndert; nun habe Schaffhausen durch Kundschafter in Erfahrung gebracht, daß GrafHannibal von Emswsc Tnippen „bestellt" habe, und den „Mustcrplaz" zu Stokach, also dicht an der Grenze, zu halten" lichtige; oh übrigens diese Truppen in die Niederlande, oder gegen das Herzogthum Württemberg,/w gegen den Pfalzgrafeu, oder gegen die Eidgenossenschaft, oder nur gegen einzelne Orte bestimmtw», habe eS nicht in Erfahrung bringen können; der Graf habe bereits Waffen und Harnische nach"kach lassen; Schaffhausen könne nun nicht bergen, daß einige seiner Angehörigen den Muster-
Zerstört haben würden, wenn eS nicht davon abgewehrt hätte; es wolle gegen niemanden Feindsclig-, ^ anfangen, würde sich aber bei einem allfälligcn Augriff nach Gebühr halten und bitte daher um^ hetreu Aufsehen. — Hierauf macht Zürich die Anzeige, daß ihm von denen von Stein ein gleicher'w'cht zugekommen sei und daß cö denselben anbefohlen habe, sich still und ruhig zu verhalten und— Nun eröffnet der spanische Gesandte Pompejuö zum Kreuz, nach Vcrmcldung derwite des Königs von Spanien, dessen BrudcrS Johann von Oesterreich und des GubernatorS vonEhland: Mit Bewilligung des Erzherzogs Ferdinand von Oesterreich sammle Graf Hannibal von Ems^ Regimenter deutscher Knechte in der Grafschaft Ncllcnburg; man möchte aber deßhalb nichts bcsor-^ denn weder der König noch Graf Hannibal wollen Schaffhausen oder der Eidgenossenschaft Leidchscn; der König wolle diese Truppen in den Niederlanden gegen seine rebellischen llntcrthancn brau-wenn man einigen Zweifel hierüber hege, so wolle er sich persönlich nach Schaffhausen verfügen" dort bleiben, bis die Truppen abgezogen sei» werden; übrigens dürfen die Eidgenossen sich nicht"udern, daß man diesen Mustcrplaz gewählt habe; denn schon Kaiser Karl V, als er nach Meß gezogen,. daselbst einige Regimenter gesammelt; auch GrafHannibal habe vor einigen Jahren zu seinem ZugeMustcrplaz bei Feldkirch gehabt, ja sogar in der Reichenau; er müsse nun bei diesem Anlaß auch