August löc4
dn König dürft gleichfalls ihrer Freundschaft und Dienste versichert sein; man sei auch überzeugt, daß'"an im Kall der Nvth zu feinem ander» Fürsten mit mehr Vertrauen seine Zuflucht nehmen könne, als5" diesem König, unter dessen glüklichem Oberbefehl ihre Truppen in so viele» Schlachten Sieg, Ehre""d großen Ruhm erlaugt haben: die Mehrheil bedauere sehr, daß der spanische Aufbruch vor sich ge-hangen; derselbe sei aber schnell und heimlich so weit gediehen, daß er nicht mehr abzuwenden gewesen;"drigcms sei der Unwille wegen Nichtbezahlung der verfallenen Pensionen hauptsächlich die Ursache davon;'"a» werde in Zukunft solchen Unordnungen nach Kräften zu steuern suchen, wenn die Pensionen richtiga»f die Verfallzeit bezahlt werden ; man scbe den Herrn von Belliövre gerne hier, weil er als Ambassadc'r des Königs Karl stets Nuhc und Einigkeit zu erhalten gesucht habe, daher der König keine ange-nehmere Person hätte schiken können: mau bitte, der König möchte in seiner gnädigen Gesinnung gegend>e katholischen Orte fernerhin verharren, wogegen er ihrer Freundschaft und Dienste versichert sein dürfe,^ Herr von Belli,''vre cutschuldigt das Ausbleiben des Herrn von Hautefort mit Geschäften, End-^'ch kömmt zur Sprache die mit dem spanischen Ambassador „vom Kreuz" am llt, April (Montag nach^Uimmwch,; gepflogene Unterhandlung, Er hatte damals vor den geheimen Räthe» von Lueern eröffnet,dc>i: der König den V katholischen Orten für den Fall der Noth Hülfe und Beistand mit Geld und Leu-zuiicht,^ ,,„d seinen Gubernator in Mahland bereits entsprechende Weisungen erlassen habe; er^ tk gleichzeitig einen Aufbruch von fünfzehn Fähnchen oder 4500 Knechten verlangt, um selbe in sei-Erbland Burgund zu gebrauchen gegen einen allfälligcn Einfall seiner rebellischen Niederländer,'"cht almr auf's Meer oder zum „Sturm" oder überhaupt entgegen eidgenössischem Brauch: endlich hatte^ gemeldet, daß er auch die beide» Städte Frciburg und Solothnrn darum begrüßt habe, daß er es, alb sür unnötbig halte, eine Tagsazung darüber auszuschreiben, daß er dann aber die Orte, welche"> entspreche,, wollen, ans einen Tag einladen werde, — siucern hatte damals darauf geantwortet- Es""ke ihm für sein freundliches Anerbieten: weil er jedoch in einigen Orten „hinterrüks" und ohne Be-AUlßung »neerns der andern Orte Zusicherungen sich zu verschaffen gewußt habe, statt zuerst au tiueern^ de», „vordersten" unter den katholischen Orten zu gelangen, oder einen V-örtischen Tag anszuschrei-k", wie sonst gebräuchlich gewesen, weil er ferner bereits einige Hanptleute ernannt und Knechte ange-"oni'iien habe, so lasse es stueern bei dem frübern Verbot verbleiben und möchte die Hauptlente gewarnt" cm, sftioorner anzunehmen,
^ Staatsarchiv lMcern, Kelieime Bcrlinndlunaen mit Swun'e» n»d Movianv,
Eonserenz mit den österreichischen Abgeordneten,l^viiftnuz I77'<, 2't August
Staatsarchiv i/ucern. Alldem. Absch Bd. VV". ^78.
Instruction Lueerns für Schultheiß Rochus Hclmliu zu den Verhandlungen mit den österreichischen"kheii j» Constanz in Betreff des Salzkanfs bei den Salzpfannen, (S. oben Abich, Nr, 440. »
IDer Abschied konnte nicht aiif.ierunvcn werden.)