März l-nl,
"'acht ucitch lleberreichung seiner Credenzbriefc die Anzeige, da?; der König den festen Willen habe denFlieden und die Vereitlung gegenüber der Eidgenossenschaft treu und ehrlich zu halten; wenn daher jemandetwa., anbringen wollte, das zur Schwächung dieser Verträge Anlas! geben tonnte, so möchte man ihnGesandten, in Kenntnis! davon sczcn, damit er die dießsalls nöthigen Schritte thnn könne, DaschlNgc Anerbieten wird verdankt und ml reloroinlnin genommen, «l«l. Da sehr viele Landstraßen durch^aberichwemmungeu fast unbrauchbar geworden sind, so wird verordnet, das; jedeo Ort für deren HerWilling ans seinem Gebiet sorgen soll, Anch wird an alle Landvögte geschrieben, sie sollen dieser Verlldnung nachkommen, <«. Ans das von Schaffhausen auf lezter Tagsaznng gestellte Ansuchen, ihm de»' llutanf im Aargau zu gestatten, wird nun folgender Bescheid ertheilft Man habe ganz und gar nicht^inn, Schasshansen den freie» feilen Kauf abzuschlagen; wegen Mißbrauchen der Salzfuhrleute aber">an zn beschränkenden Maßregeln veranlaßt worden; wünsche jedoch einer seiner Burger im Bernerßftiet oder an andern Orten im Aargan einen oder zwei Wagen Korn zu kaufen, so habe man nichtslssgen, weiin er eine Bescheinigung von seiner Obrigkeit beibringe, daß er dieses Korn nirgend an^»swolstn verkaufen, sondern i» seinem Haushalt verbrauchen wolle, tt. lS. u, Freie Aemter), AK« Bogt^esler Kaiserstnhl berichtet, daß vor einigen Tagen zwei von Bischofszell ein Crneifir gesteinigt und^>l»eche» haben, daß Vogt Khd im Namen des Eardinals sBischofs von Eonstanz) den einen der Thäverhafftt habe und nun um Weisung über sein Verhalten bitte. Es wird daher an Statthalter""5 Näthe des Bischofs von Eonstanz geschrieben, ebenso an die von Bischofszeil, ne möchten den Gefan-und den andern Thäter, wenn ne seiner habhaft werden, vor das Malesiz- und Landgericht stellen""5 ein unparteiisch Recht über sie ergchen lasse». Der Handel wird zudem in den Abschied genommen,^ Die Landammänner Abhberg und Lnssi waren von den VII katholischen Orten an den Eardinal^uomäns abgeordnet worden, um in Betreff der Verschmelzung der beiden Propstcicn zn Lanis und" hst"l'»s und deren Uebergabe an die Jesuiten, behufs Errichtung einer Schule, mit ihm zu uuterhan" ff» seiner Antwort meldet der Cardinal, daß er bereits vom Papst ein Breve erhalten, worin die^"''lligung dazu ertheilt werde, und daß er nur noch auf Bescheid vom „Obersten" der Jesuiten warte,er die „guten Herren" schiken werde. Wird in den Abschied genommen, - Daneben wird ver^'>edet, daß die Gesandten von Lueern und Frciburg, welche nächstens in Sachen des Bischofs von Basel^olorhurn abgehen werden, im Namen der sechs katholischen Orte mir Solotburn ernstlich sprechendaß <.» gg, auf künftiger Fahrrcchnnng in den Punkten, worüber die VI> Orte an den Papst gcsieben n„d „nt Cardinal Borromäus unterhandelt haben, nicht sondern möchte, und ikik. <S.' Babn,). Ii. Schultheiß Jost Pshsser von Lueern, der bei seinen Obern in Ungnade gefallen ist,dcßbalb seit zwei Fahren Stadt nnd Gebiet von Lueern meiden muß, bittet um Verwendung bei^^>>1, damit ihm das Recht daselbst wiederum geöffnet werde. Da man nun der Anstcht ist, daßRecht" bei der Bürgerschaft eher Unruhen und Unwille als Frieden und Einigkeit erzeugen würde»,a» lieber Frieden nnd Ruhe unter ihnen pflanzen möchte, da man hinwieder in Berükstchtigungdaß Schultheiß Pshsser in eidgenössischen Angelegenheiten nnd Händeln steh ltetS nntadelbaft bc^"vien habe, so werden Uri, Sebwhz, Unterwaldcn nnd Zug ganz freundlich ersucht, ihn Rathsboten^ Donstag nach Ostern < lk>, April) nach Lueern zn schiken, um des folgenden Tags jamntt der Ver"'"»dtschaft des Schultheiß Pshsser vor de» Rath der Stadt Lueern zu treten und diesen dringend zuden Schultheiß Fost Pshsser zu begnadigen, Stadt und Land ihm wiederum zn öffnen