Mär; 1567. Z57
283.
Cvnferenz der V katholische» Orte,
Lucern. I?<i7, 3Z.. März (Montag nach dein ht. Ostertag).
Ätaatsarcbiv Lueern. Lucern. Absch. Bd. fol. 4.
I'Auch ilt den Landesarchiven Scliwyz und Obwalden.I
Bolen: pueern, Jost Pfvffer, Schultheiß; Hans An der Allmend! Kchpar Egli; Ludwig Pfvffer,Panncrherr; Walther Krcpsingcr, Rathsrichter, U r i, Jost Schmid, pandammann; Johann zum BrunnenSchwhz, Dietrich In der Halden, Ritter, alt-pandammann, Unterwalden, Andreas Schönenbühl,Landammann ob dem Wald; Melchior pusst, tliitter, Landammann »id dem Wald, Zug, Kaspar Stocker,Ammann, Solothnrn (entschuldigt),
». Bern hat das Begehren gestellt, es möchte ihm jedes Orr ein Fähnchen zur Bcsazung seinesvon Savoycu eroberten Gebiets zur Verfügung stellen, und hat zugleich um ein getreu Aufsehen ge-beten, damit es zur Gegenwehr gerüstet sei, wenn Köllig Philipp von Spanien es angreifen sollte. Dajedoch die Xll Orte vor dreißig Jahren, als Bern damit nmgieng, einen Thcil des savohischen Gebieteseinzunehmen, es davor gewarnt und ermahnt hatten, sich „des Rechten gegen den Herzog zu begnügen",indem man sich seiner nicht annchmen würde, wenn ihm deßhalb etwas zustoßen sollte, wird nun be-schlossen, Bern folgendes zu antworten: Man würde bedauern, wenn ihm etwas widerwärtiges begegnensollte, und bitte zu Gott, daß er dieses gnädigst abwenden möge; man habe jedoch noch keine Anzeichen, daßKönig Philipp oder jemand anders etwas feindseliges gegen Bern beabsichtige; daher habe man in dieserheil, Zeit die Gemeinden noch nicht versammelt, werde es aber vor dieselben bringen, sobald drohendereBerichte eingehen würden, — Wenn zu Badeil darüber ein Anzug gemacht werden sollte, so will manerklären, daß man bisher die Gemeinden nicht habe versammeln und die alten Abschiede untersuchen kön-ucn, »». In Betreff des beabsichtigten Schreibens an den Papst äußert Luecrn, daß man das Begehrenum Hinterlegung der 20,000 Kronen, weil ne zum Bau und Nuzcn von Kirchen verwendet werdenwollen, fallen lassen möchte, daß es sich aber zu einem Schreibeil bezüglich der zwanzig Jünglinge sowieder rechtmäßigen Ansprachen einiger Privaten an den verstorbeilen Papst gern verstehen wolle, Zugäußert gleiche Meinung, möchte aber keine weitern Kosten deßhalb haben. Den drei andern Orten, dieauf ihrem Begehren hinsichtlich der 20,000 Kronen bestehen, wird es in den Abschied gegessen, v. DieGesandten von Uri antworten auf den lezthin zu Lneeru in Betreff des Walther von Roll gemachtenAnzug und legen des Leztcrn Verantwortung vor. Da jedoch abermals berichtet wird, daß von Roll mitSpanien in Unterhandlung stehe, dem König, wenn er es begehre, 6000 eidgenössische Knechte zuzuführen, so wird beschlossen, er soll sich ans dem nächsten V-örtigen Tag wegen dieser und früherer AnklagenVerantworten, «R. (S. u. Vier eimctbirg. Vogteien überh.). v. Solothnrn entschuldigt sich schriftlich über seinAusbleiben und meldet, daß es Bern ans dessen Begehren eine „unvorgreiflicbe" Antwort gegeben habe,die den V Orten nicht mißfällig sein werde.
Man sehe auch im Abschnitte HerrschaftSangeie^enbeitc» :
Ajier ennetb. Ttogteieu überd «> Art 2l8, Verkehr mit Maytanr,