Juni 1566,
Honsereiiz der V katholischen Orte.
Krouzlnnzoil S3<i<» Ii». Juili (Montag »ach hl. Dreifaltigkeit).
StaatSaccliiv euccl» — Zaa»»lu»g der nicht qelnmd. Akscluccc.
Boten: «Nicht angegeben>,
». Abgeordnete des Eardinals Mare Littich von Ems, Bischofs zu Eonstailz, cröffneit, daß gemäßdes allgemeinen lrtdenlinischen Eoneiliums allenthalben Seminaricn, Lehr- nnd Zuchtschulen errichtetwerden sollen, nm die jnngen Leute also und so lauge dariu zu unterweisen, bis sie mit gutem Vor-bild der Gemeinde vorstehe» können, daß der Bischof sich entschlossen habe, dieses uothwendige nndchristliche Werk mir Hülfe und Beistand der katholischen Orte auszuführen nnd eine namhafte Summedazu beizusteuern, daß er aber erwarte, es werden die katholischen Orte, in deren Gebiet sich viele Stifte,Klöster nnd Gotteshäuser befinden, ihre Geistlichen nicht allein zur Bcrathuug über dieses christlicheWerk, sondern auch zu eilten, entsprechenden Beitrag vermögen, damit dadurch die Ehre Gottes gefördert,der Glaube befestiget nnd vor weiterem Abfall bewahrt werde. — Wird »6 roloronrluur genommen.I». Alt-Landammann Gilg Tschudi von Glarus bringt für sich und im Namen der Altgläubigen zuGlarus vor: Durch den vor einigelt Jahren zwischen beiden Religions'parleien abgeschlossenen Bertragsei ihnen unter ander», bewilliget worden, zwei Priester anzustellen, die den Gottesdienst nach altemchristlichem Brauch nnd nach den Saznngen der katholischen Kirche zu versehen haben; da nun aber dieEinkünfte beider Pfründen so gering seien, daß sie keilte gcschikten Priester darauf erhalten können,nnd da sie jezt einen tüchtigen gelehrten Geistlichen von sittlichem Wandel ausfindig gemacht, so bittensie nm die Bewilligung, die Einkünfte beider Pfründen verschmelzen nnd daraufhin mit demselben unter-handeln zu dürfen - Das Gesuch wird in den Abschied genommen,
Gotleshaiiotag in blinden.
Vcrgun. 22. nnd 25!. Juni.
Staatsarchiv Succr». — Akten' BiSthvm t§l'ur,
Bolen im Namen derXI! lOrte: Hans L»r Escher, Sekclmcister von Zürich; Rudolph von Met-tenwvl, Spitalmeiiter zu Lneern; Paulus Schüler, alt-Landammann von Glarus. Goitesbans-bnnd, Ambrosius Marti, Bürgermeister von Chnr,
Die Gesandte» der.Xlil Orte eröffnen, daß sie gemäß des lezteu Abscbiedes hicher abgeordnet worden,um die Antwort des Gotteshausbnnds zu vernehmen über die vorgeschlagenen Mittel hinsichtlich derAnstände, die steh wegen der Wahl der beiden Bischöfe erhoben, Nacbdei» sich die Gemeinde Bcrgüuan, W, deshalb noch vcriammelt hatte, wird den eidgenössischen Gesandten von den Abgeordneten desGotteshausbnnds folgende Antwort ertheilt: Die Mehrheit der Gemeinden habe beschlossen, die Artikelnicht anzunehmen, weil sie dem Gotteshausbund mit der Zeit zum Nachtheil und Schaden gereicht»möchte». Ein nochmaliger Versuch vor den Gesandten des Gotteshausbnnds führt zu keinem besser»RepUlat Endlich stellen die eidgenössischen Gesandten, nachdem sie dargestellt, wie unbillig es sei, dab