März >G'ö.
lern, daß ihre Boten und einige vom Rath dem Ambassador allerdings eine Bescheinigung gegeben, dieVcreinung annehme» zu wollen, daß aber die Mehrheit nie dazu eingewilligt habe. Die aus dem Münsterthalantworten wie die von Bergan und fugen bei, daß sie denen im Engadin fünfzig Mann baden abgebenmüssen. Der Abgeordnete von Avers endlich bemerkt: Auf Verheißungen hin eines von Ehur haben siedie Vereinung angenommen; da diese Verheißungen aber ihnen nicht gehalten werden, wollen sie dieVereinung auch nicht halten. — Hierauf beschließen endlich die Gesandten der lll Bünde, nämlich die Mehr-heil des Obern oder Granen Bunds, die von den X Gerichten und einige Gerichte im Gotteshansbnnd,bei der angenommenen Vereitlung zu verbleiben und dieselbe zu halten, und versprechen, daß ihre Ge-sandten sammt den andern eidgenössischen Gesandten nach Frankreich reiten werden, die Vereinnng zn be-segeln ; sie bitten und ermahnen bei Ehre und Eid alle, die sich bei diesem Handel empört haben, ihre Waffenniederzulegen und sich gemäß des gcschwornen Bundes ruhig und friedlich zn verhalten, und erbietenjedem ein unparteiisch Recht, der sich über etwas zn beschweren habe; sollten aber einige Gerichte undGemeinden die Vcreinung nicht halten wollen, so mögen sie in ihren Kosten das Reebt brauchen lautdes ewigen Friedens und sollen dieses binnen fünfzehn Tagen den drei Häuptern anzeigen; sie erlassenendlich an die Ober- und Unter-Engadiner eilte Ermahnung zur Ruhe und Einigkeit und begehren aufden 2. April schriftliche Antwort, ob diese die Waffen niederlegen wollen, unter Androhung von Gewalts-mafiregeln: sie fordern de» Gotteshansbnnd auf, sechs Eonimissarien zu bezeichnen, welche jene, die denFrevel am Schloß Remüs begangen, nach Verdienen strafen sollen, ferner den Hauptmann zu entschädi-gen und das Schloß nnverzüglich wieder aufznbauen, wobei sich die zwei andern Bünde vorbehalten, weiter inder Sache zn handeln, wenn dem nicht nachgekommen würde; andere Vergehen soll jedes Gericht mitunparteiischen Rechten nach Verdienen bestrafen.
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Beitacz gemeiner III Bünde.
(5liur 2 — !«> April
Staatöaxiiiv Luccr». Akten - NI Bunde.
Boten. — «Die nämlichen wie zu Davos am W. März).
Gemäß Beschluß zu Davos war von den lll Bünden an die Hauptleute und das gemeine Kriegs-volk die ernste Mahnung erlassen worden, von ihrem unbefugten Benehmen, ibrer bewaffneten Empö-rung abzustehen und wiederum heimzuziehen und unverzüglich eine Antwort hierüber nach Ehur zulchikcn. Die eidgenössischen Gesandten waren dringend gebeten worden, bis zu Austrug der Sache zubleiben und obbenaunte Antwort abzuwarten. Da nun diese Antwort nicht einlangte, wurde eine zweiteMahnung an das Kricgsvolk erlassen. Die endlich heilte eingetroffenen Antworten an die eidgenösiischenGesandten und an die Rathsboten gemeiner III Bünde zu Ehur <v. !). April) werden mit großem Bedauernund Mißfalle-n aufgenommen, weil in denselben gemeldet wird, daß zwar die Mehrheit des Kriegsvolksheimgezogen, eine geringe Anzahl aber zur Bewachung des gefangenen Rudolf von Salis znrükgebliebc» sei;und da aus diesen Zuschriften nicht deutlich zu ersehen ist, daß sie niemanden widerrechtlich Gewalt an-thuu und ob sie in Zukunft sich dergleichen Empörungen enthalten wollen, so wird von den III Bündenein Auszug veranstaltet, nämlich von jedem Gericht hundert Mann', um nötbigenfalls solchen Auftritten