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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
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314
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März 1565

2AS

Bundestag gemeiner III Bunde,

DavvO »«iS, 2« Marz — I. April

OtantSarchiv Vncern. Akten !II Bünde.

lAuch im Archiv <Hlanl6.l

Voten im Namen der XIII Orte: Bernhard von Cham, Bürgermeister von Zürich, Jost Pfyfftt',Schultheis! von Lucern, Marti» Degen, alt-Landvogt, von Schwhz, Paulus Schuler, alt-Landammannvon GlaruS, — Abgeordnete der III Bünde: «Nicht angegeben),

Die eidgenössischen Gesandten eröffnen: Sie seien hieher abgeordnet worden, um die in Bündenaufgebrochenen Unruhen wo möglich beizulegen zu suche» ; ans das Gesuch des Königs von Frankreichan gemeine Eidgenossenschaft und an die Bündner um Erneuerung der alten Freundschaft und Vereinunghaben eilf Orte und alle Zugewandten und ebenso auch die III Bünde ihre Zusage gegebe» und es seiendie Briefe darüber ausgerichtet worden; da die Eidgenossenschaft und gemeine III Bünde so viele Jaht^miteinander in dieser Bcreinung und diesem Bündnis! gestanden und dadurch viel Ruhm und Glük erworbenhaben, so möchten die III Bünde ihrem Versprechen nachkommen und neben der Eidgenossenschaft in de>Vereinung verharre»! die Eidgenossen müssen nun aber vernehmen, daß einige in Bünden durch unwahrcVorgaben den gemeinen Mann zu überreden suchen, die Vereinung mit Gewalt zu brechen; sie gebe"jedoch zu bedenken, wie übel ein solches Benehmen gegen einen so großen Fürsten anstehen würde; des-halb ermahne man sie, die Waffen niederzulege» und die Gewaltthätigkeilen einzustellen und allsäiligsAnstände mit Frankreich gemäß des ewigen Friedens „durch das Recht" eutscheiden zu lassen; denn eskönne die Eidgenossenschaft solchen Unruhen nicht gleichgültig zusehen; zudem sei die neulich abgeschlosseneVereinung ganz der früher» gleichlautend, außer daß der Artikel in Betreff des Schlachtfeldes verbepeAworden und daß niemand genöthigt werden könne, in einen Krieg zu ziehe»! die ganze Eidgcnossensch^habe mir Schmerzen vernommen, wie einige das Schloß Rcmüs geplündert und i» Brand gestekt habe»,welches Schloß ein Schlüssel der III Bünde und der Eidgenossenschaft gewesen; darnm verlange»daß die Thatcr nach Verdiene» bestraft werden, und erwarten entsprechende Antwort, — Die Rathsboten gemeiner III Bünde verdanken nun den freundlichen Gruß und die treue Fürsorge der Eidgenosseund erbiete» sich, mit Leib und Gut in eid- und bundsgeuössischer Treue solches zu verdienen, ^französische Gesandte Herr von Vellisivre eröffnet sodann: Der König habe an die gesammtc Eidgenoift»schaft und an die III Bünde das Gesuch um Erneuerung der alten Vereinung und Freundschaft gesft^und es sei dann auf einem Bundestag von der Mehrheit die Vereinung angenommen worden; dal»»'begehre er, daß die III Bünde diesem nachkommen; denn der König werde, was er in derselben gemeinenIII Bünde» versprochen habe, ehrlich halten und schlage gemäß des ewigen Friedens jenen Gemeinbs»-die es allenfalls nicht halten wollten, das Recht dar; die Gemeinde» Bergün, Puschlav, auch M»»I^'thal und Avers haben die Vereinung angenommen und ihm darüber Brief und Siegel zu Hände»stellt; darum befremde es ibn sehr, daß gerade diese Gemeinde» sich von der Vereinung abwenden ^üe nicht halten wolle», — Der Abgeordnete aus Bergün crwicdcrt: Es sei wahr, daß sie ft»b^Veielnung mit Mehrheit angenommen haben; auf wiederholte Schreiben und Drohungen ihrer ?im Engadin aber haben sie zulczt beschlossen, die Vereinung nicht zn halten. Die von Puschlav e;