Druckschrift 
4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
Seite
302
Einzelbild herunterladen
 

December löi>4.

Hans von Tanten, genannt Heid, beide ali-Schultheiß; Petcnnann von Clerb, Ritter und des Raths.Solothurn. Joachim Scheidegger, Venner; Urs Wielstcin, Sekelmeister; Werner Saler, Stadtschreiber.Schaffhansen. Dictegen von Wildeirberg, Bürgermeister; Hans Schmidt, Zunftmeister. Appenzell.Ammann „Mäkli" «Mcggeli»; X. Pauker, Pannermeister.

»». Die (Gesandten der VII katholischen Orte versammelte» sich vor Beginn der Siznng, n»> inGegenwart derer von Appenzell, die auch ihres Glaubens sind, ihre Instructionen einander mitzuthcilen,damit das, was jeder Gesandte im Geheimen zn eröffnen Auftrag hat, um so geheimer gehalten undverhandelt werde. — Demnach eröffnen zuerst die Gesandten von puecrn - Ihre Obern haben de» Ab-schied und den Entwurf der Vereinnng vor „den großen Gewalt" gebracht und von demselben Vollmachterhalten die Vereinung abzuschließen, jedoch statt der begehrten zwölf nur fünf Jahre zu bewilligen (fürdie Dauer des Bündnisses nach des Königs !od), und zwar, weil die französischen Gesandten den V Ortendie bestimmte Versicherung gegeben haben, der König werde beim alten Glauben wie seine Vorfahrenverbleiben und weil pneern sich zn nichts gegen ihn verpflichtet halte, wenn diesem nicht nachgelebtwürde. Uri erklärt sich dahin: Seilte pandsgemcinde habe auf die Erklärung des Königs, daß er beimalten Glaubeil bleiben wolle, die Artikel der Vereinnng, wie sie gestellt seien, sammt dem Schlachtsoldanzunehmen bewilligt und noch etwas mehr als die fünf Jahre zugestanden; es erachte übrigens fürrathsam, daß die acht katholischen Orte durch ihre Gesandten, welche sie zur Besieglung der Vereinungnach Frankreich senden werden, dem König und ander» vertrauten katholische» Fürsten ganz im Geheimeneröffnen sollen, daß die Vertiiinng auf jene Zusage bin, er werde vom Glaube» nicht abfallen, ange-nommen worden sei und daß man vom König zuversichtlich erwarte, er werde wie andere christliche Fürstenin seinem Reich dem Eoneilinm Vollziehung verschaffen. Schwhz meldet: Seilte „große Gewalt" habedie Vereiiiung auch anzunehmen beschlossen; es möchte indes; nicht mehr als fünf Jahre bewilligen n»dnlllerstnze in; klebrig«» die Ansicht von llri. Ganz gleiche Meinung äußern llntcrwalden ob und niddem Wald; nur wünschen sie, daß zuvor der Schlachtsold gänzlich bezahlt werde. Zu gleicher Ansichtbekennt sich Zug. Freiburg will die Vereitlung annehmen, wenn es die übrige» katholischen Orte ihn»,und will dem Könige neun Jahre bewilligen; über das andere, das angezogen worden, sind seine Ge-sandte» nicht instruiert; sie nehmen aber an, daß man so lange in der Vereinnng bleiben werde, «Asder König beim alten Glauben verbleibt. Solothnrn möchte die Vereinnng ganz so annehmen, wie neentworfen worden, will sich übrigens wegen einem oder zwei Iahren von den andern Orten nicht sondernDie Gesandten von Appenzell haben keine Vollmacht, gegenwärtig die Vereinnng abzuschließen, weil diepandsgemeindc noch nicht habe versammelt werden können; sie sind jedoch überzeugt, daß ihre Ober",tvenil sie gewußt hätten, wie die Sachen jezt stehen, sieb von den andern Orten nicht würden gesönde'thaben Auf das Ansuchen nun der französischen Gesandten wird an Glarns und Appenzell geschriebe"-daß die VII Orte einstimmig beschlossen haben, die Vercinnng anzunehmen, und daß sie erwarten, d>ebeiden Orte werden sich von ihnen nicht söndern. Das von den französischen Gesandten gewünscb^Schreiben an Basel wird bis ans weiter» Bescheid verschoben. Die ferner» Verhandlungen werden auMontag vertagt

Am 4. Deeember stellen nun die französischen Gesandten in weitläufigem Vortrage vor de» Gesandten der XII Orte «Zürich ist abwesend» das Gesuch, sie möchten nunmehr die Vereinnng annehmetund, wen» einige Orte allfällig feine Vollmacht hätten, möchte» sie neue Instructionen einholen