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Geiuein - eidgenössische Tagsnzung,
Baden. Rkk<»3, 23. Mai (Sonntag vor Pfingsten).
Staatsarchiv Luccrn. Allqein. Al'sch. Bd. l. 87. Staatsarchiv iinrict, '.Ibsch. Bd. S!r l'^4, f<»l.lAucti in den '.'Ucinven Bern, Sct'wvz, Odwalden. l^larus. Freidurg, Sr'lotl'urn nnd '.'laruu.I
Boren: Zürich. Berilhard von Cham, alt-Burgermeister. Bern. Beat Ludwig von Mülinen, desRaths. Luecrn. Jost Pfhffer, Schultheiß; Niklaus Am Lehn, alt-Schultheiß. Uri. Amandus von Nie-derhofen; Jakob Arnold, beide alt-Landammänncr. Schwyz. Dietrich In der Halden, Ritter;*GeorgReding, beide alt-Landämmanncr. llnterwalden. Niklaus von Wie, alt-Landamman». Zug. JakobSchetl, Statthalter. GlarnS. (abwesend). Basel, (abwesend). Frcibnrg. Niklaus Gottrow, Sekelmeister.Solothurn. Werner Saler, Stadtschrcibcr. Schaffhausen, (abwesend). Appenzell, (abwesend).
». Zürich beschwert sich über das Gerücht, als habe es ein großes Quantum Korn verderben las-sen und deshalb in s Wasser schütten müssen, und erklärt jeden rechtlich belangen zu wollen, der soetwas verbreite ; es meldet zugleich, daß es gerade jezt viel Korn aus seinen Borräthen auf den freie»Markt bringe, um bis zur Ernte die Preise niederzuhalten. I». (S. u. Vier ennetbirg. Vogteie» überh).v. n. 6 (S. u. Lauis). «. Auf die Zuschrift an die ennetbirgischen Landvögte, sich bei ihren llntcr-thanen zu erkundigen, was sie an den frühern Capiteln mit Moyland auSzusezen haben und was sie beiErneuerung derselben beigesczt wünschen, bringen nun Abgeordnete dieser Landschaften einen Entwurf(Vorschlag der vier Landschaften über die mit Moyland zu erneuernden Eapitet. Abschied im ArchivSchwhz). der mit dem Herzogthum Moyland abzuschließenden Capitel. Es wird ihnen aufgetragen, zweiAbgeordnete auf den nächsten Tag zu Baden zu senden, damit dieselben bei den Unterhandlungen mitMarc Anton Bosso die nöthigen Aufschlüsse -,.ben können, l. (S. u. Baden), x. Der französische Ambassador, Herr von Orbais, vermeldet des Königs freundlichen Gruß und bemerkt sodann, daß die fran-zöflschen Gesandten schon auf vielen Tagen die Eidgenossen ersucht haben, ihre Zwistigkeiten beizulegen;obschon nun der König nicht für nöthig finde, sie zu belehren, was sie thun oder unterlassen sollen, sobitte nnd ermahne er sie doch freundschaftlich, sich den Jammer nnd den Zwiespalt in seinem Königreichezn Herzen zu führen, nnd wie dieses dadurch an den Rand des Verderbens gebrockt worden; Zwietrachterzeugt Unglük, Friede und Einigkeit dagegen Glük und Wohlstand; daher bitte er sie dringend, ihregegenseitigen Anstände gütlich beizulegen - ES werden ihm Gruß nnd Warnung verdankt mit der Versickcrung, daß die Obern mit Wohlgefallen dieselben aufnehmen werden. I». Knndsckaft über Lasternngen des Fridolin Zwiki von Glarns. i. Thomas Bengger von Bremgarten meldet, daß MathiasMeyenberg zu Bremgarten seiner Tochter die Ehe versprochen habe, nun aber vor den geistlichen Gerichtensich weigere sie zu Heirathen, und bittet um Beistand. — Wird ml mKi'noinluin genommen, k. Vor de»Boten der VII kathol. Orte wird Anzug gemacht, daß in Straßbnrg ein Büchlein gcdrukt worden, inwelchem stehe: „als man sich in Frankreich geschlagen, sei man des Nackts abgezogen, so daß man nichtwisse, welcher Thcil gesiegt; dabeiseien der Schweizer Hauptleute und achtzehn ihrer Fähnchen zu Grundgegangen." — Dieses wird in den Abschied genommen, um auf den nächsten Tag zu instruiere», ob undwas man denen von Straßburg diessr Lügen halb schreiben wolle. I. Der Mnnzmcister von Zürich