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nun behaupte der gegenwärtige Bischof (Johann Anton Volpe), daß die betreffenden ihre Lehen wiedervon ibn, empfangen müssen; sie dagegen glauben, daß sie dieses zu thun nicht schuldig seien, so langder alte Bischof (della Croec» noch lebe; sobald jedoch dieser gestorben sein werde, wollen ,sie sich nichtmehr länger weigern. Der Bischof von Como (I, A, Volpe) antwortet darauf, daß er weder mit derCommune noch mit dem Schaffner, weil eS beide nicht betreffe, sondern allein mit einigen Lehenlentenzu thun habe; er gebe jedoch unter Verwahrung seiner Rechte folgenden Bescheid: Bischof Bernhardinhabe ans das Bisthum resigniert und habe daher keine Gerechtigkeit mehr am Bisthnm oder an denLehenlenten; daher müssen leztcre den neuen Bischof als ihren geistlichen Obern anerkennen, wie eS auchin andern BiSthümcrn üblich sei und wie bereits andere Lehenleutc, die den Eidgenossen nicht unterthanseien, ja selbst ihre Nntcrthanen von Bellen;, Lnggarus, Mendris und thcilweise Lanis schon gethanhaben; er bitte nun die Eidgenossen, sie möchten die betreffenden zum Gehorsam anhalten, den Abschiedvon Baden von lM) bestätigen und die nach Verdienen strafen, welche seine Lehenlentc zum Ungehor-sam aufwiegeln, — Wird ml iwNnnnnlum in den Abschied genommen, x. (S. u. Thurgau). z. Dersavohische Gesandte erwiedert auf die Beschwerde der Kaufleute über den neuen Zoll, daß dieser, wie erglaube, bereits wieder abgeschafft sei, daß der vom Kaiser in seinen Landen errichtete neue Zoll zu diesem,neuen Zoll in Savohen viel Anlaß gegeben habe, daß er aber unverzüglich an den Herzog und an dasParlament in „Eambrach" (Ehamberh) darüber schreiben wolle, Abgeordnete von Glarns eröffnen:GlaruS habe mit Schwhz zur Zeit die beide» Herrschaften Uznach und Gaster gekauft und es habenbisher beide Orte diese Vogteic» in Friede verwaltet und abwechselnd den Landvogt ernannt; nun habeGlaruS an lezter Landsgemeinde den Andreas Freuwler zum Vogt nach Gaster erwählt, der katholischund e>n Ehrenmann sei ; Schwhz aber habe den Unterthanen daselbst verboten, diesem Vogt zu huldigen,daher derselbe immer noch nicht habe aufreiten können; GlaruS müsse sich darüber beschweren, indembeide Orte gleichviel Rechte an dieser Vogtei haben; daher bitte es um Verwendung bei Schwhz, daßes dem benannten Vogt gestatte, die Unterthanen daselbst in Eid und Pflicht zu nehmen. Auch VogtFreuwler beschwert sich, daß man ihn an der Besiznahme der ihm verliehenen Vogtei hindern wolle, undbittet um Hülfe, — Daher wird an Schwhz geschrieben, es möchte den Freuwler anfreiten lassen, umweitern Unwillen zu vermeiden; wolle eS sich nicht dazu verstehen, so soll die Sache bis ans künftigenRechtStag zu Einsiedeln verschoben werde» und unterdessen der Untervogt zu Kaltbrnnnen, FridolinKleger, die Vogtei verwalten, (S. u. Thurgau). !»I». Der päpstliche Nuntius, Bischof von Como,
dankt den Orten, weisse Abgeordnete auf das Evneilinm zu Trient geschikt haben, nnd wünscht von denandern Antwort, Zürich, Bern nnd Schaffhansen erwiedcrn, daß sie das gegenwärtige Eoneilium fürkein allgemeines halten können, weil nur der Papst und seine Partei dabei vertreten seien, und daß siedaher weder ihre Gelehrte» noch Gesandte hinsänken werden. Der Bote von Glarns meldet, daß nurdie katholische Partei von Glarns dazu eingewilligt nnd daß er von der evangelischen Partei keine Zn-struetionen habe, Basel bemerkt, däß dem Vernehmen nach das Eoncilinm zu Trient beendet sei nndan einen andern Ort verlegt werden soll, daß eS übrigens bei der den VII katholischen Orten schriftlichgegebenen Antwort verbleibe. Appenzell endlich hat keine Jnstrnetion, « «. Der spanische GesandteMare Anton Bosso meldet, daß der König aus Achtung und Liebe zu den Eidgenossen wünsche, daß diewegen deS Herzogthums Mahland abgeschlossenen Eapitel wieder erneuert werden möchten, doch also,daß er davon keinen Schaden leide nnd daß man in Zukunft keine Ursache mehr habe sich zu beklage», wie