März 1562.
falle», oder über Erwählung des Obmanns sich Anstände erheben würden, u. dgl., zu begegnen; solltendie Umstände aber sich dermaßen gestalten, daß ein Ausbruch zu besorgen wäre, so sollten diese BotenBollmacht haben, sich sogleich nach Beendigung der Verhandlungen zu Einsiedeln in die Stadt Zürichzu verfügen und daselbst über das erforderliche sich zu beratben und einen andern Tag der IV Städtefcstzusezcn. — Auck wird für gut erachtet, daß den Boten nach Einsiedeln aufgetragen werde, die „Zu-gesazten" und die V Orte freundlich zu bitten, den „zum Rechten veranlassten" Handel nunmehr friedlicherledigen zu lassen, ferner die von Glarus ernstlich zu ermahnen, daß sie sich „gebührlich" verhalten undihre lieben Eidgenossen der V Orte weder durch hizige Schriften noch Reden erbitter», damit dieSache zu einem gütlichen Ende gebracht werde. — Nachdem sich die Boten in Betreff der Besuchung desTagS zu Einsiedeln vereinbart haben, wird Zürich beauftragt, auch Freiburg, Solothurn und Appenzelldahin einzuladen. ?». Bern beantragt, eS möchten die IV Städte sich über eine gleichförmige Antwortin Betreff des Coneiliums vereinbaren, und meldet, daß es nicht gesinnt sei, dem Bischof von Como(Nuntius) über sein Begehren eine Antwort zu Einsiedeln zu ertheilen, und daß es bei seiner frühernErklärung bleiben wolle, im Fall der Bischof den Handel auf einem gemein-eidgenössischen Tage wiederanregen sollte.—Die Boten der drei andern Städte lassen sich dieses auch gefallen, und ersuchen Bern umMitthcilung obbenannter Erklärung. Nachdem Bern entsprochen, wird verabredet, daß inzwischen jedesOrt über die Antwort, welche es dem Bischof geben will, sich entschließe und den Boten nach EinsiedelnBollmacht gebe, sich mit den Boten der drei andern Städte über eine gemeinsame Antwort zu verständigen.<. Auf die Anzeige der Boten von Basel, daß der Herr von Bollwhler und „Granwyler" bedeutendeRüstungen veranstalte, ohne daß man wisse, gegen wen, und auf die Meldung der Boten von Bern,baß zu Bcsanoon eine bedeutende Geldsumme liege, deren Zwck man auch nicht kenne, wird jedem Ortanempfohlen, auf dergleichen Anschläge wohl zu achten, um sich und das ganze Vaterland vor Kummerund Jammer zu bewahren.
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Konferenz der V katholischen Orte.
Lnccrn. Z.3K2, 7. April (Dienstag nach ^uaslaw»^ gumil).
Staarsnrchiv Luccr». Allgem. Absch. Vd. 8^. Z2ZVAuch in den Archiven Schwyz und NidwiNden.i
Boten: (nicht angegeben). Schwhz. Ammann In der Halden, llnterwalden. Johannes Wascr,Ritter, Pannerherr.
i». Weil Kaspar Imhof, alt-Landammann von llri, einer der Rechtsprccher im Glarnerhandel,gestorben ist, wird llri aufgetragen, einen andern an dessen Stelle zu ernennen. An Glarns wird davonMittheilung gemacht. I». Der Abt von Einsiedel» schreibt von Trient aus um Geld. Deßhalbwird dem Abt von St. Gallen geschrieben, er solle nochmals die Prälaten aus dem Thnrgau undAargau, wo die V katholischen Orte „gemeinsam zu regieren" haben, in Rapperschwhl versammeln, umeine angemessene Taxation der Gotteshäuser vorzunehmen. Lneern verwahrt sich wiederum gegenBesteuerung seiner Gotteshäuser. Damit die Gotteshäuser nach Verhältnis; ihres Vermögens besteuertwerden, sollen Lneern und Schwyz auf jene Versammlung der Geistlichen in Rapperschwhl Boten ab-
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