September l5W.
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Wunsch sei, mit allen XllI Orten gemeinsam ein Bündniß aufzurichten, indem er dabei nichts anderesals Nuzen und Ehre für beide Parteien bezweke. Einige Orte nun wollen ihm willfährige Antwortgeben, wenn er sich zuvor mit Bern und Freiburg „vertrage"; andere haben nur Auftrag anzuhören undzu referieren; wieder andere haben Vollmacht, mit den savoyischen Gesandten die Artikel des Bünd-nisses zu berathen. Weil nun aber die Instruerionen so ungleich sind, wird das Begehren wiederum inden Abschied genommen. — Darauf verlangen die Boten von Bern Antwort über ihre lezthin gestelltendrei Begehren, erstlich daß man in obgenannteS Bündniß sich nicht einlasse, bis der Herzog sich mit Bern„vertragen" habe, ferner daß man auf Bern ein getreu Aufsehen habe, endlich daß man den „Lägerboten" desHerzogs aus der Eidgenossenschaft weise. In Betreff des ersten Punktes beläßt man es bei dem soebengegebenen Bescheid, den zweiten will man in den Abschied nehmen, den dritten endlich betreffend, so fin-det man es nicht für angemessen, den Gesandten fortzuweisen, weil ja der Herzog nur Freundschaft undBündniß abzuschließen wünscht. — Freibnrg erklärt, daß es bei seinem frühern Begehren verbleibe.I». HS. u. Rheinthalj. IK. Die sieben unparteiischen Orte begehren abermals Antwort von den V katho-lischen Orten und von Glarus, ob diese zugeben, daß auch sie auf den auf den 2. Oetober angeseztenTag zu Einsiedeln Boten sänken, um die gegenseitigen Anstände vermitteln zu helfen. Die V Orte er-klären wie früher, daß sie für dieses freundliche Anerbieten danken, daß sie es aber für unnöthig halten,indem sie hoffen, sich mit GlaruS in Güte vertragen zu können. Glarus dagegen unterstüzt die Bitteder sieben Orte. Nach Anhörung dieser Eröffnungen erklären die sieben Orte, daß sie einstimmig be-schlossen haben, ihre Gesandten auf benannten Tag zu schiken, daß man es ihnen nicht übel nehmenmöchte, indem es aus reiner eidgenössischer Liebe geschehe, um, wenn es nöthig, allfällige Anstände überdiesen oder jenen Punkt vermitteln zu können, daß sie übrigens gerne sähen, wenn die Parteien sichauf friedlichem Wege verständigen, und deßhalb auch die daherigen Kosten gerne tragen wollen — DieBoten der sieben unparteiischen Orte sollen von ihren Obern Vollmacht erhalten, alles das zwischen bei-den Parteien zu handeln, das zu Frieden, Ruhe und Einigkeit dienen möchte und, wenn ein Ort sichin einem oder mehrern Artikeln nicht billig zeigen, oder nicht Vollmacht zu haben vorschüzen sollte, das-selbe zur Einholung erweiterter Vollmachten anzuhalten, oder, wenn bei dem einen oder andern Ortesich Unruhen zu erheben drohen, sich dahin zu verfügen und selbes zu ermahnen, nichts thätliches vor-zunehmen, sondern das Recht gegen seine „Widerpart" zu brauchen gemäß der geschworncn Bünde.
Der Landvogt zu Baden bittet Lueern um ein Fenster mit seinem Wappen in sein neues Haus zuSchwhz, bemerkend, daß ihm bereits alle andern Orte zugesagt haben. Jeder Bote soll auf nächstenTag Vollmacht bringen, über das Begehren des Abts zu Einsiedeln um die Erlaubnis;, auf Waaren ausManlua greifen zu dürfen, einzutreten, weil der Herzog seine Schuld immer noch nicht bezahlt habe.
Der französische Gesandte, Herr von Coignet, meldet, daß der Krieg gegen England und Schottlandbeendigt, daß nur noch die Dämpfung einiger Unruhen in Frankreich übrig sei, daß der König bereitsAnordnungen für Bezahlung der Pensionen und der Hauptlentc, welche im Piemont gedient, getroffenhabe und nur noch auf so lange um Geduld bitte, bis die Einzieher eine so große Summe zusammen-gebracht, endlich daß man dafür sorgen möchte, daß jene drei Ansprecher, welche gemäß Vertrag so hoheZinsen verlangen, sich mit 8 statt lll«/« begnügen. Dagegen bemerken die Anwalde derer von Lueern,Glarus und Solothurn, welche dem Könige Geld angeliehen: Der verstorbene König Heinrich habe siedringend gebeten, ihm jene Summen vorzustreken, und ihnen freiwillig anerboten, lss vom IG) als