Juni l.Ml,
Zürich, flueern, Schwyz und Schaffhausen beauftrag!, auf beu l8, August Boren »ach Rorwyl abzuord-neu, Ilm da den Streit gütlich oder rechlich, abzuthuu, I. Uri begehrt Autwort in Betreff der Ansprachedes Statthalter Kuhn von llri au Freiburg, flcztcres verantwortet sich nun schriftlch,: Es glaube sichnicht verpflichtet, dem Kuhn zu antworte»; denn jene Häuser zu Greyerz, auf welche derselbe seine An-sprache gründe, gehören den Gläubigern des Grafen von Greyerz; es seien noch viele andere, welcheältere Titel besizen als Statthalter Kuhn, die ihre Ansprache verlieren müssen ; Freiburg und Bernhaben die Grafschaft um eine bestimmte Summe gekauft und bezahlt; wenn Kuhn nun glaube, daß dieGläubiger mehr verkauft haben, als wozu sie das Recht gehabt, so möge er diese dafür suchen; bezüglichseiner Anforderung an Hauptmann Garmiswhl erbiete sich Freiburg, dem Kuhn beförderlich gutes Rechtzit Freiburg zu halten, denn es könne ihm nicht gestatten, einen Bürger von Freiburg seinem ordentli-chen Richter zu entziehen; Freiburg bitte also, den Kuhn in seiner unbefugten Ansprache abzuweisen,so>tst müßte es demselben das Recht darschlagen, — Nach Anhörung beider Parteien wird an Uri das Be-gehren gestellt, daß es den Kuhn gütlich abweise, oder aber, wenn er durchaus nicht abstehen wolle, anein unparteiisches Gericht weise, Nachdem der Bote von Uri darüber an seilte Obrigkeit berichtet hatte,sendet Statthalter Kuhn einen Gegeuberichl ein des Inhalts, daß er immer noch dafür halte, man solleihm zu einem gemeinen unparteiischen Recht verhelfen, weil Freiburg nunmehr die Häuser, an die ersein Geld verbaut, selbst im Besiz habe, — Dieses alles wird nun in den Abschied genommen, damitjeder Bote auf nächsten Tag bevollmächtiget werde, wie man die Parteien begütigen oder zu einem ge-meinen unparteiischen Recht weisen wolle, Ii, und I. (S. u. Thurgau). i>». Auch waltet ein Streit-handel zwischen denen von Straubenzell und der Stadt St, Gallen in Betreff einer Straße und derMitlcidenheit einiger Güter zu derselben. Die von Straubenzell verlangen, daß die von St, Gallenjene Güter, welche sie bei ihnen kaufen und stets noch vergrößern, versteuern, und daß die Anstößer derStraße ihren verhältnißmäßigcn Antheil an den Unterhalt derselben beitragen. Die von St, Gallen da-gegen begehreu, daß die sechs Orte ihren vor einigen Jahren erlassenen Spruch über den Unterhalt derStraße erläutern, — Weil nun der Weg und die streitigen Güter in des AbtS von St Gallen hoherund niederer Gerichtsbarkeit gelegen sind, so wird denen von St, Gallen angezeigt, daß im Fall dievon Straubenzell sich nicht begütigen lassen und um Recht anrufen, sie dann vor den Boten der viermit dem Gotteshaus St, Gallen verburgrcchtcleu Orte Red' und Antwort geben müssen. Wird inden Abschied genommen, i». (S. u, Rheinthal), «». Der spanische Gesandte, Marc Anton Bosso, ver-meldet die wohlwollenden Gesinnungen des neuen Gubernators zu Mahlaud, Markgrafen von Peseara,gegen die Eidgenossenschaft und erbietet ihr seine Dienste.—Diese Anzeigt wird ihm verdankt, mit derZustchening gleicher nachbarlicher Gesinnungen, z». Die Kaufleute von St, Gallen führen abermalsBeirbwetde, day die Baarschaft, die sie bei sich führen, i» die Pässe, welche sie unter den Thoren zu ssvonvorweisen mühen, verzeichnet werde, woraus ihnen große Gefahr für ihr flebeu erwachse, — Der französtsche Gesandle, Herr von Coignet, dem diese Beschwerde mitgetheilt worden, verspricht für Abhülfezu sorgen, «I» Die Boren von Schwyz sollen referieren, was die von Zürich mit ihnen in Betreff desHans Spönli von Zürich, dessen Frau ein Holz zu flachen geerbt, gesprochen haben, i. Der französi-sche Gesandte entschuldigt, unter Überreichung einer Zuschrift des Königs (23, Mai>, denselben überdie lauge Verzögerung der Bezahlung der Pensionen und der Ansprachen der HaupNeute, welche imPiemont gedient haben, vorzüglich damit, weil er nämlich gegenwärtig einen Krieg in Schottland gegen
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