Mai 1500
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Coiifereuz der V katholischen Orte,
Luce»n. >?<»<>, Mai (Freitag »ach der Auffahrt).
^.taatVarUiiv vucer». Allgcm. Adsch. Vi. Ii aög. La»v-»arci>>>> Ridwalde».
lAuch ii» LanteSarchiv Ichwyz.l
Gesandte: Lucern. Schultheiß Pfhffer. Schwhz. Ammann Schorno. (Die übrigen sind nicht an-gegeben.)
t». Da die von Glarus, besonders aber die Lutherischen daselbst, ihren den V katholischen Ortenwiederholt gemachten Zusicherungen nicht nachkommen, wurde eine Besprechung darüber für nöthig er-achtet. Lueern, Schwhz und Unterwaldcn haben Vollmacht, sich über einen Beschluß zu verständigen;Uri und Zug dagegen haben nur Auftrag, anzuhören und zu referieren. Daher werden leztere ersucht,sich von den drei Orten nicht abzusondern und ihren Entschluß möglichst bald nach Lucern zu senden,damit dieses dann wieder einen V-örtigen Tag ausschreibe. Endlich wird der Entwurf eines Schreibeilsan Papst Pius VI. vorgelegt, in welchem die katholischen Orte die Vergehen der Glaruer gegen denkatholischen Glauben erwähnen und ihren Entschluß melden, die Altgläubigen zu Glarus gegen dieUnterdrüknng der Ncugläubigeu zu schirmen und leztere mir dem Schwert zur Erfüllung ihrer Verpflich-tungen anzuhalten, und daher um drei Fähnchen Büchsenschüzen und um Deponierung von 20,WO Krön,zu Lucern ansuchen, um sich derselben im Nothfall bedienen zu können, t». Weil gegenwärtig neueFreiburger Schillinge, nur l Kreuzer an Werth, geschlagen werden, so soll jedes Ort eine Warnung er-lassen, damit Niemand in Schaden komme, t . Ritter Melchior Lusst von Nidwalden wird beaustragt,an den Landeshauptmann und au den Eastcllau Kleinmann im Land Wallis zu schreiben. «I. Dersavohische Gesandte, de la Croix 'st, meldet unter Versicherung der freundschaftlichen Gesinnungen desHerzogs gegen die Eidgenossenschaft, daß derselbe das alte Bündniß besonders mit den katholischen Ortenzu erneuern wünsche, und begehrt auf küuftigc Tagsazung Antwort darüber. — Es wird angemessen ge-antwortet. Zu, Namen der Vit katholischen Orte wird an den Papst und an einige Kardinäle fürdie günstige Aufnahme des Ritter Melchior Lusst ein Dankschreiben erlassen, wie schon zu Baden be-schlossen worden, f. Was mit dem Bischof von Como (Nuntius) zu sprechen ausgemacht und was miribm unterhandelt worden, darüber mag jeder Bote referieren. K. Dem Schultheiß Pfhffer von Lucernwerden Aufträge au den Bischof von Constanz erthcilt und dem Ammann Schorno von Schwhz Instruetionc» , was er mit Landvogt Tschudi in Betreff des Abts von St. Gallen zu verhandeln habe.I». Au den Oberst A-Pro wird unter Uebcrmittlung eines Briefs an den König von Frankreich ge-schrieben, worin dieser um Hülfe angesucht wird, im Fall die katholischen Orte ihrer Religion wegen angefeiudet werden sollten, z. Jedem B^teu wird anbefohlen, die gegenwärtigen Verhandlungen nur vorden geheimen Räthtn zu eröffnen; denn bevor mau etwas ThätlicheS beginnt, wird man denen zu GlaruSden Tag nach Einstedcln ansczen. K,. Jeder Bote soll an seine geheimen Räthe darüber referieren, wasdem Ritter Lulst in Betreff der dreihundert Büchsenschüzen aufgetragen worden.
I. aus dem Erempiar des Nidwalrner Archivs.
st Dieser Gesandte Wirt in ren Abschieden bald Herr de la Croir. bald Herr vom Kreuz, bald Herr zum Kreucgenannt.