Juni 1558,
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jedes Orl auf uächsteu Tag darüber instruieren, Die Bevollmächtigten, welche mit den beiden may-ländischen Commissären den Landmarchstreit zwischen Stabbio und Arcisate hätten berichtigen sollen, melden,daß sie mit leztern zu seinem Resultate gelangt und daß dieselben plözlich abgereiset seien, — AScaniuSMarsus dagegen behauptet, daß die mayländischc» Commissäre daran nicht schuldig seien, indem sie soviel möglich zu einer billigen Vereinbarung die Hand geboten hätten. Nach Anhörung der Protestationender beidseitigen Abgeordneten wird an den Gubcrnator zu Mahland geschrieben, es solle die Sache vorRecht ausgemacht werden? übrigens wünsche man von ihm zu vernehmen, ob er die Capitel halten wolleoder nicht, Luccrn wird ersucht, in Zukunft, wenn es wieder Münzen abrufen wolle, einen Monatvorher die benachbarten Orte davon in Kenntniß zu sczcn, Der mahländische Gesandte, AScaniuSMarsuS, begehrt Antwort, ob man jene, welche bei der Eroberung der Stadt Valenza mitgewirkt , be-straft und ob man Anordnungen getroffen habe, daß dergleichen in Zukunft nicht mehr vorkomme! er ver-langt ferner, daß man den dem Könige von Frankreich bewilligten Will) Knechten ernstlich anbefehle, nichtswider die Erbeinnng zu thnn und nicht gegen das Herzogthnm Mahland zu ziehen? er begehrt endlich,daß man Anordnungen treffe, daß der Guberuator nicht mit so viel Bittgesuchen um Berabfolgung vonKorn und Reis übcrstürmt werde, indem er diesen allen nicht entsprechen könne, da bereits Gesuche für55,Olli) Mütt eingegangen seien, — Antwort: Wenn die von Valenza sich friedlich gegen die Franzosen erzeigtund ihnen den Durchpaß nicht verweigert hatten, wäre ihnen nichts geschehen; den nach Frankreich abziehenden Kricgsleutcn werde man anbefehlen, nicht gegen bestehende Verträge zu handeln? hinsichtlichdes Korns wolle man an den Capitel» nichts ändern, »»». Der König von Spanien und Englandschreibt in Betreff der Neutralität, daß er nie im Sinne gehabt, etwas wider dieselbe zu handeln, außerwenn sein Feind, der König von Frankreich, etwas gegen sie zu thnn sich unterstehen würde, und daßman aus seinen Handlungen erkennen werde, wie er nichts wider die abgeschlossenen Verträge thnc, —Der französische Gesandte, dem diese Antwort mitgctheilt worden, crwiedert: Es scheine, man wolle seinenHerrn unter dem Schein guter Worte hinhalten und keine deutliche Erklärung abgeben? es sei That-sache, daß durch den Durchzug des Herrn von Bollwhlcr durch die Grafschaft Burgund die Neutralitätgebrochen worden; er müsse daher immer noch auf dem Begehre» bestehen, daß der König von Spanieneine unumwundene Erklärung abgebe, ob er die Neutralität halten wolle, — Da man nun Friede undEinigkeit zwischen den beiden Fürsten wünscht, so wird der König von Spanien in einer Zuschrift noch-mals um die verlaugte Erklärung ersucht; zugleich werden Beide gebeten, bis zum uächsteu Tage keineFeindseligkeiten gegen einander zu beginnen. Der Handel wird übrigens in den Abschied genommen,I»I». Wegen dieses und anderer Geschäfte wird ein Tag nach Baden auf den lti, Oetober angesezt,««. Bern und Freiburg verantworten sich über den Auszug, den sie beim Verrüfen des Herrn vonBollwhler gegen ihr Gebier veranstaltet hatten, und bitten, daß man es ihnen nicht übel nehme, daß sie sichzur Gegenwehr gerüstet haben, «t,I. Das Gesuch von Obwaldcn um Schenkung von Fenstern mit den WapPen der Orte in eine nengcbaute Capelle wird irr den Abschied genommen, Rechnungsablage derLandvögte (s, vir betreffenden Laudvogtcicn), Vor den Boten der vier Orte Zürich, Lucern, Schwhzund GlaruS eröffnet der Abt von St, Gallen, daß er sowohl, als sein Vogt zu Rorschach stets der An-sicht gewesen sei, daß, wenn jemand sich von der Leibeigenschaft loskaufen und fortziehen und darüber Briefund Siegel nehme» wolle, diese Schriften in seiner Canzlei ausgefertigt werden sollen, wie dieses inallen Gerichten seiner Landschaft üblich sei, gemäß der llrtheile zu Rapperschwhl; darin seien denn auch