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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
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April t557

p. Freiburg macht Anzug, daß die Freiburger Schillinge ausgewechselt, weggeführt und irgendwo um-gemünzt werden, und daß es Jedermann vor solchem warne, indem es Fchlbare streng bestrafen würde;Wird in den Abschied genommen, q.(S, u. Ennetb. Vogwien überh.,, (S. u. Lauis), «.Abgeordnetederer von Landeron klagen, daß zu Abhülfe ihrer Beschwerden noch nichts geschehen, und bitten, manmöchte ihnen gemäß des Abtretungsvertrags der Grafschaft Neuenburg einen Pfarrer ihrer Religiongeben und ihnen die Einkünfte der Pfründe verabfolgen.Die Boten von Bern erwiedern: Man möchteBern bei seinen Burgrechtcn bleiben lassen, wo nicht, so wollen sie denen von Landeron vor ihrem eigent-lichen Oberherrn, den Herren von Nenenbnrg, Red nnd Antwort geben, Bern wird nun ersucht,den andern Orten zu Gefallen nochmals einen gütlichen Tag anzusezen, seinen Rechtboten und ewigenBurgrechten unbeschadet, und denen von Landeron zu verkünden und zu rechter Zeit an Zürich undLucern davon Anzeige zu machen, damit diese Boten als Vermittler dazu abordnen können,Wird auchin den Abschied genommen, t. Der französische Ambassador, Herr von St, Laurent, eröffnet nach lieber-reichung seiner Bollmachten: Die Kriege in der Christenheit seien leztes Jahr durch einen Waffenstill-stand (zu VaucclleS vom 5. Februar 1556) eingestellt worden und man habe Aussicht auf einenguten Frieden gehabt; aber Frankreich sei bald darauf wieder zum Krieg genöthigt worden; nunwerde ausgestreut, daß der König den Waffenstillstand gebrochen habe, was jedoch Niemand glaube, dernur ein wenig mit dem Verlauf der Dinge bekannt sei; der König habe ihm daher aufgetragen, den Eid-genossen, als seinen liebsten Bundesgenossen, alles gründlich auseinander zu sezcn; der Groll und derHaß des Königs von Spanien zeige sich nämlich aus folgenden Angaben: im verflossenen Brachmonathabe der Gubernator zu Lützelburg sich der Stadt Metz durch Vcrrath bemächtigen wollen; einen Monatnach Abschließung des Waffenstillstandes habe der Kaiser gemäß Aussage eines zu St. Qucntin gefange-nen GascognierS gegen die Stadt Bordeaux etwas im Schilde geführt; um dieselbe Zeit habe der Mei-ster Alaferre, der die Festung Mesnil bei Heödin gebaut, bekannt, wie er vom Herzoge von SavohenAuftrag erhalten, alle dort herum liegenden Städte, als Montreuil, St. Quentin, MeziöreS u, a, m, zubesichtigen; ja im verflossenen Herbst habe der Gubernator zu Lützelburg den Sod zu Marienburg zuvergiften versucht, um die dortige Bcsazung zu verderben, ein Greuel, den selbst die Ungläubigen nichtbegehen würden; dergleichen Anschläge seien auch in Italien auf die vom Könige besessenen Pläzc ver-sucht worden, z, B, gegen die Flekcn Monte-Alcino und Grosseto in Toscana; des Königs Ordens-ritter und Marschall, Herzog von Bouillon, sei als Gefangener unerhört roh behandelt und vergiftetworden, wie der Untersuch dargethan habe; ungeachtet aller dieser Feindseligkeiten von Seite des Königsvon Spanien sei jedoch der König von Frankreich nicht zur Racbe geschritten, immer in der Hoffnung, der-selbe werde sich eines bessern bedenken, nnd habe Geduld getragen, bis seine Feinde ihn offen angegriffen;ganz ohne Ursache habe der König von Spanien den Papst, der mit Frankreich in Bündnisi gestandenund im Waffenstillstand ausdrüklich vorbehalten worden, angegriffen; aus diesem allem aber gebe klarhervor, wer der Urheber des gegenwärtigen Kriegs gewesen; der König habe nur zu lange Geduld undNachsicht geübt; während jeinc Feinde über den Frieden unterhandeln, bekriegen sie ihn, daher ihm derFriede viel schädlicher sei, als selbst der Krieg; er bitte zu Gott, daß er sein Volk von diesem Jammererlöse und daß das Unglük auf jene Partei falle, welche es verschuldet habe; er bitte Gott auch, daß er endlichden so lang ersehnten Frieden verleihe, Der Gesandte des Königs von Spanien und England undder Grafschaft Burgund begehrt Antwort in Betreff der verlangten Ratification der Erbeinung, Alle