Juni 1556,
Amandus von Niederhofen, Landammann, S ch w y z, Dietrich In der Halden, Nilter, Landammann,Unterwalden, Hans Bünti, alt-Landammann nid dem Wald, Zug, Sebastian Meyer, desRaths, Glarus, Paulus Schuler, Landammann, Basel, Jakob Götz, des Raths, Fr ei bürg,Franz Gribolet, des Raths, Solot h n r n, Konrad Graf, Schultheiß, Schaffhausen, AlexanderPeyer, Bürgermeister; Dictcgen von Wildenbcrg, genannt Ringk, des Raths, Appeu ; el l, JoachimMcggeli, alt-Landammanu,
t». Gesandte von Burgermeister und Rath der Stadt Rotwyl berichten, was nach Beendigung desReichstags zu Augsburg auf den drei schwäbischen Kreistagen zu Reutlingen, Giengen und Ulm ver-handelt worden, und wie die Stände und Städte dieses Kreises mit einander übereingekommen, wessensie sich bei Angriffen, wie jener des Markgrafen von Brandenburg, des Herzogs Moriz von Sachsenn, a. m, gewesen, gegen einander zn versehen haben, damit der Landfriede im Reich geschirmt werde; obschounun die Stadt Rotwyl auf dem Kreistag zu Ulm sich bereit erklärt habe, wie bisher die ordentliche Reichs-stener geben zu wollen, so sei daneben doch von der Mehrheit beschlossen worden, eine Summe von 60,1)01)Gulden zusammen zu legen; daran treffe es Rotwyl 1100 Gulden; da nun Rotwyl dieses zu schwer fasteund es dazu noch, wenn es diese Summe nicht auf die bestimmte Zeit bezahlen wurde, das Einschreitendes Kammergcrichts zu gewärtigen hätte, so bitten sie um Rath, wie sie sich zu verhalten haben; — wirdzur Instruicrung auf nächste Tagsazung in den Abschied genommen, I». (S, u, Thurgau.) «. Die vonLanderon beschweren sich, das; Bern, nachdem es die Abtei St, Johann auf der Insel zu Händen ge-nommen, von den Einkünften dieser Abtei ihnen nichts mehr zur Erhaltung ihrerS Pfarrers verabfolgenund sich auf Unterhandlungen nur dann einlassen wolle, wenn sie den evangelischen Glauben annehmen;im Spruchbrief der eidgenössischen Gesandten von 1527 stehe aber deutlich, das; der Abt denen von Lan-dcron einen Pfarrer geben und erhalten müsse; auch haben die Eidgenossen die Grafschaft Neuenbürgunter dem Vorbehalt übergeben, das; die von ihnen crthcilteu Briefe in Kraft verbleiben sollen; sie bittendaher, mau möchte sich für sie bei Bern verwenden. Die Gesandten von Bern haben keine Instructiondarüber, verlangen eine Abschrift dieses Vortrags und des Spruchbriefs in den Abschied und wollen aufnächster Tagsazung Antwort geben, Bern wird ersucht, dem Gesuch zu entsprechen, weil man in der Eid-genossenschaft Jedem, wes Glaubens er sei, seine alten Rechte schüze, ,1. Franz Poeeobello von Laniömeldet, daß sein Bruder Anton von dem Markgrafen von Masseran als Hauptmann in französischeDienste angenommen worden und als solcher dem Könige ncunthalb Monate gedient, aber nur für dreiMonate bezahlt worden, daß derselbe im Krieg gefallen, und daß nun die Soldaten bei seineu Erben aufBezahlung dringen; er bittet, man möchte ihm beim König behülflich sein, daß die noch ausstehende Be-soldung bezahlt werde, — Es wird daher au den Markgrafen geschrieben, er möchte für Bezahlung sorgen;auch wird eS in den Abschied genommen, t. Paneraz von Stoffeln, Obervogt zu Tuttlingen, schreibt,daß Schaffbauseu zur Zeit, als die Eidgenossen mit Herzog Sigmund von Oesterreich in Krieg gestanden,den dritten Theil des Dorfs Tbayngen eingenommen und ihm bisher vorenthalten; er bitte nun, manmöchte Schaffhauscn dahin vermögen, ihm sein Eigenthum zurükzugeben, oder doch wenigstens auf einemgütlichen Tage auf unparteiische Zusäzer und Obmann mit ihm zusammen zu kommen. Da auch eingleiches Schreiben von der Ritterschaft im Hegau eingelangt und da Schaffhauscn um Aufschluß hierüberersucht worden, will es davon nichts wissen und nimmt eö in den Abschied, Schaffhausen wird bemerkt,daß man es gern sähe, wenn es mit dem von Stoffeln in gütliche Unterhandlungen sich einlassen würde,
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