VII
Conference» betitelt. Historischer Bemerkungen haben wir uns gemäß Vorschrift so viel möglichenthalten und uns meistens auf Angabe gleichzeitigen Materials oder ans treffende Randglossendes lueernischen Stadtschreibers Renward Cysat beschränkt.
Bei der Darstellung der Herrschaftsaugelegenheiten strebten wir möglichste Einfachheitan, in der Meinung, daß zu große Detaillierung in den Rubriken mehr der Ueberstchtlichkeitschade, als großen Nuzen gewähre. Daneben haben wir es durch die in den allgemeinen Terteingeschobenen Hinweisungen Jedem möglich gemacht, mit geringer Mühe sogleich jeden Abschiedvollständig herstellen zu können. In der Abtheilung Herrschaftsangelegenheiten nahmen wirdie Amtsrechnungen nicht nur der größern Vogteien ans, sondern auch jene der kleinern,leztere jedoch nur in gedrängten Ueberfichte», i» der Voransseznng, daß diese in vielen Be-ziehungen interessante statistische Streiflichter über damalige Zustände zu geben' vermögen.
Die Beilagen wurden alle von den Originalinstrumenten, in so weit solche sich noch vor-finden, diplomatisch genau abgedruckt; nur bezüglich der Jnterpunetionen erlaubten wir unsin so weit Abweichungen, als wir diese überall da änderten, wo vermöge einer zwckmäßigernJnterpunetion ein besseres Verständniß in die Construrtion gebracht werden konnte oder mußte.
Als Anhang haben wir ein kurzes Glossarium der vorkommenden ungewöhnlichen Aus-drucke, sammt Verzeichnissen der mit der Eidgenossenschaft verbündeten oder ihr benachbartenFürsten und deren Gesandten, sowie der bedeutendsten geistlichen Herren dieser Periode, bei-gefügt, ansierdem dem Bande ein Verzeichnis; der Abschiede vorgesezt. Bei diesem Anlaßmüssen wir uns übrigens des bestimmtesten gegen die oft zu weit gehenden Anforderungenan vorliegendes Werk verwahren, Forderungen, die dasselbe mehr zu einem Geschichtswerk,als zu einer Quellensammlung machen möchte». Daß wir bemüht waren, dasselbe demStaatsmann wie dem Geschichtsforscher, dem Theologen wie dem Nationalöconomen nuzbarzu machen, ergibt sich schon aus der Menge von Beigaben, die wir mühsam gesammelt unddarin aufgenommen haben.
Auf die Anlage des Registers endlich haben wir alle mögliche Sorgfalt verwendet, weilnur durch zwekmäßige Register der reiche Stoff solcher Werke genießbar gemacht werden kann.
Da die Orts- und Personennamen in den Originalabschieden in der Regel außerordentlichnachläßig, verstümmelt, oft sogar unrichtig gegeben find, so bot deren richtige Herstellung derSchwierigkeiten viele, namentlich deswegen, weil wir wenig zuverlässige Handbücher befizen,die in dieser Richtung Aufschluß geben. Sogar Len's schweizerisches Leriron, das sonst eine