Druckschrift 
Antwort auf die in Druck erschienene Schrift: Richarz vermeintlicher Informator als Kläger und der Hofkammerrath von Kochs als Beklagter nach vollständigen Akten zum Druck befördert. Köln am Rheine 1795
Seite
14
Einzelbild herunterladen
 

C 14)die Kenntniß der alten Schriftsteller vorzüglichſey beigebracht worden.Als ich in das Haus des tit. v. Kochskam, war sein ältester Sohn zwölf Jahr alt,und er war in der Lehr in der lateinischen Spra-che und Historie außer der Stadt bei einem re-formirten Rektor.Ich fand den Sohn in den Anfangsgrün-den der kristlichen, will nicht einmal sagen derrömisch=katholischen Religion ganz unwissend, undich mußte daher damit anfangen, was ein Kindvon fünf Jahren sonsten schon zu wissen pflegt.Sodann ließ ich es mir vorzügelich zurPflicht werden, den Sohn in ſeiner Religionweiters zu unterrichten; daß eit. v. Kochs zu-letzt wahrgenommen habe, wie sein ältester Sohnin der Religion unterrichtet würde, auch die an-dern Kinder wüsten, was sie nach ihrem Alterwissen müßten, übergeht er als eine, für einenVater fremde Geschichte.Bei diesem Unterricht in der Religion mach-te ich dem ältesten Sohne weiters begreiflich, daß,wenn er einstens zu einem Amte gelangte, dersel-be sich seiner Religion nicht schämen, sondernöffentlich auch bei feierlichen Prozessionen gleichandern bekennen müßte;Daß