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Actenmäßige Geschichte der Waldensersiedlung Mörfelden-Gundhof
Entstehung
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am 18. Januar 1700 seine Bestätigung von Seiten der Waldensergefunden.

Unterzeichnet haben:Balcet, maire, Etienne Chatelain, Jean Roux, echevin, S. Juvenal,Jean Guigas, echevin, Roux, fils, Daniel Gaydou, echevin,Marie Moutoux, Pierre Berger, echevin, Michel Roux, Jean Jourdan,Pierre Berger, Jean Balcet, Claude Vincon, Jean Tron,Pierre Roux, Jaques Baral, Antoine Bertalot, Jaques Berger,Jean Bertalot, Etienne Baral, Jean Berger, Balcet feu antoine,Etienne tal. (Talmon), Jaques feu pierre, michel Sezane, EtienneVoux, marque d'Antoine gorday, marque de jaques micel, EtienneRoux, fils.

Dieser Vertrag ist in französischer und deutscher Sprachevorhanden; er trägt die Unterschrift der Landgrafen und dieder oben angeführten Waldenser. Vorher hatte der Land-graf dem Prediger Papon mitgetheilt, dass er den Vertrag zugenehmigen gedächte. Auch Valkenier war davon unter-richtet worden, besonders auch von dem Umstände, dass nichtbemerkt war, der Hof werde als Erbleihgut auf ewigeZeiten verliehen. Dieses Schreiben vom 7. Februar 1700,das Valkenier an den Landgrafen richtete, weil er selbst wegenKrankheit am Hofe zu Darmstadt nicht erscheinen konnte,legt dar, dass das Fehlen dieser Bestimmung die Waldenserentmuthigen müsse.Nur eine dauernde Niederlassung könntevon Vortheil sein, wie das in der Absicht aller derer läge,welche sich der Waldenser angenommen hätten. Diese hättenden Hof von Lindheimer übernommen, sie hätten sich bereiterklärt, für das Bestellen der Felder 1200 fl. zu zahlen, wasfür das Jahr eine Sonderausgabe von 150 fl. ausmachte, wennsie den Hof nur behalten dürften während der 8 Jahre, welcheLindheimer noch darauf hätte bleiben müssen. Auch wäre dochseinem Sekretär von dem Präsidenten von Gemmingen mündlichdas Versprechen gegeben worden, dass der Hof als Erbleihgutden Waldensern übergeben würde. Bis jetzt wären dieseimmer noch in den Dörfern zerstreut; einen gemeinsamenSitz hätten sie noch nicht. Die Zeit zur Aussaat wäre nun da,und die Leute wollten doch gerne wissen, ob sie auch säenkönnten. Bis jetzt hätten sich die Flüchtlinge nur von den