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Unterkunft gefunden; wieder andere auch schon auf demGundhofe selbst sich niedergelassen. Diesen schliessen sichbei Beginn des Frühjahres andere an; doch wird ausdrücklichdavor gewarnt, dass nicht allzuviele sich auf dem Hofe nieder-lassen möchten.
Am 1. Februar 1700 war die Zeit gekommen, wo dieWaldenser den Hof endgültig zu übernehmen hatten. Dochging es damit nicht rasch. Noch am 6. Februar bitten sie,dass ihnen der Hof zu denselben Bedingungen überlassenwerden möchte, unter denen Lindheimer ihn bewirtschaftethatte, auch dass ein Inventarium über den Hof aufgestelltwürde. Dieses französisch abgefasste Gesuch trägt die Namen:C. Balcet, maire. David Gaydou, echevin. Jean Roux, echevin.Jean Gigas, echevin. Pierre Berger, echevin.
Das Inventarium ist auf dem Gundhofe am 7. April 1700aufgestellt worden. Es lautet:
1. Das Wohnhaus steht in gutem Stand, hat 5 Fenster,3 in der grossen, 2 in der kleinen Stube, 2 eiserne Oefen.Stall in Dach und Fach mit 8 Kuhkrippen.
2. Das neuerbaute Hirten haus, eine Stube mit Kammerenthaltend.
3. Alte Scheuer, mit Stroh gedeckt; darin Kalb- undPferdestall; Schafställe.
4. Neue Scheuer, mit Ziegeln gedeckt.
5. Neuer Schweinestall. (Ziegel.)
6. Backhaus; der Schäfer wohnt darin. (Ziegel.)
7. Hofthor mit 2 Flügeln.
8. Planken als Umzäunung.
9. 2 Brunnen.
Garten mit Planken hinter dem Wohnhause; 2 andereGärten mit Reisig eingezäunt. Gewölbter Keller, so ausserdem Hof gelegen, ist mit Backsteinen belegt; Fensterloch mitEisengitter. Acker 70 Morgen, wovon 12—15 Morgengedüngt und gepfercht sind. Der Dung, ungefähr 280 Wagen,liegt noch im Hof, soweit die Waldenser ihn nicht zum Düngenihrer Gärten gebraucht."
Der mitLindheimer in Frankfurt abgeschlossene Vertrag hatte