Aktenmässige Geschichte der Waldenser-Siedelung Mörfelden-Gundhof.*)
Nach den Akten des Grossherzoglichen Haus- und Staats-Archivs zu Darmstadt, betreffend Waldenser-Ansiedelungen,war am 18. März 1699 ein Verzeichniss der fürstlich-herrschaft-lichen Aecker in „Mörfelder Terminey" eingereicht worden.Der Beamte bemerkt dabei, dass diese Felder durch „grosseeingegrabene Pflöcke mit Sr. Fürstlichen Durchlaucht Wappengebrandmarkt wären."
1. Stück: Gebaut 17 Morgen; Wüsteney 4M.
2. „ 16 „ „ 4M.
3. „ „ 6 „ „ — M.
4. „ „ 103 „ „ 227 M.
5. „ 72 „ „ 168 M.Dabei ist bei Stück 4 bemerkt: „auf dem Weg nach dem
Gundhof**) und bei Stück 5: „in der Richtung nach demGundhof." Insgesammt ergiebt dies 617 Morgen, von denen214 bebaut und 403 Wüstenei waren. Die wüst liegendenFelder erstreckten sich im Norden Mörfeldens nach dem Gund-hofe hin. Die Wege sind nicht mitgerechnet, auch nicht derWald, genannt „Schlüchter."
Die erwähnten freien Felder und die des Gundhofeswaren den Waldensern zur Besiedelung überlassen worden.
*) Vgl.: hier Z. l.H. 3. Z. III. H. 10. Z. IV. H. 1/2. Z. IV. H. 9. Z.V.H. 10. Z.VI. H. 10. Z. VIII. H. 4. Z. VIII. H. 10. Ferner: Bulletin dela Societe d'Histoire Vaudoise. No. 12. 1895. Ausserdem: Evangelischreformirte Blätter: Prag 1895. No. 2. 3. 4. 5.
Wissenschaftliche Beilage von D. Bonin zum Jahresbericht der HöherenMädchenschule zu Mainz. Schuljahr 1898/99.
**) Ueber „Gundhof s. Wagner: „Wüstungen" S. 230. Anhang.