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können hofft. Dies darf erfahren Andreas Du-Bois, ein seitherin Isenburg ansässiger französischer Flüchtling. Er ist Hut-macher, deren es dort gar viele gab. Da von der Regierungfür Neu-Kelsterbach ein Hutmacher gewünscht war, so erhältDu-Bois am 22. November 1709 die Erlaubniss, sein Geschäfthier zu betreiben, und einen Vorschuss von 100 fl. Er gedenktjährlich 500 „Camisshüte" zu fertigen und rechnet auf Lieferungfür die landgräflichen Regimenter. Da aber dieselbe für dasbetreffende Jahr schon vergeben war, so bedeutet man ihn,sich für später wegen Lieferung dieser „Camisshüte" (Commiss-hüte, die in Commission, d. i. zur Lieferung ausgeschriebenwerden) an den General-Major von Schrautenbach zu wenden.Ebenso wollte der Tuchmacher Pouget das Tuch für dieBekleidung der Hofbediensteten und für 2 Regimenter liefern.Er erhält den Bescheid, dass man seinem Gesuche gernewillfahrt hätte, damit das Geld im Lande verblieben wäre;doch auch in diesem Falle wäre die Lieferung schon vergeben.
Im Jahre 1710 werden am 21. Februar ernannt:
Charrier zum maire,
Jaques Pouget zum schultus (Schultheiss),
Abraham Robert, Francois Girart und Jean Alemantzu echevins.
Die scharfen Massregeln gegen die Beisassen scheinen vongeringem Erfolge gewesen zu sein. Der Amtmann Hasenwinkelklagt sehr über die Gänge, die er so oft von Mörfelden nachKelsterbach unternehmen mussle. Da ein Gerücht von dembeabsichtigten Wegzug der französischen Ansiedler immerfestere Gestalt gewinnt, so reicht er die Rechnung über seineDienstgänge nach Kelsterbach ein, und zwar für die Jahre1708—1712. Die Franzosen sollen, wie er meint, auch dabeimitbezahlen, da sie ja die Freiheiten mitgenossen hätten, esauch nicht nöthig wäre, dass sie „ihr Geld all mit ausserLandes nehmen möchten". Unter diesen Rechnungen findetsich auch eine, die von einem Baron von Stein eingereicht ist,dessen Oberaufsicht die Waldungen, Aecker und der Waidgangin der Gemarkung Alt-Kelsterbach unterstellt war. Sie lautet:Vor sich eine Mahlzeit 1 fl.
dem Ambtmann.....1 fl.