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Aktenmäßige Geschichte der Siedelung Neu-Kelsterbach
Entstehung
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Aktenmässige Geschichte der SiedelungNeil-Kelsterbach.

Die Refugierte Französische Manufacturiers und Hand-werks-Leuthe, so sich zu Kelsterbach niederlassen wollen,seindt mitt in der Waldenser Tractat, so mit nechstem imDruck ausskommen wirdt, eingeschlossen, und nachdem IhroHochfürstliche Durchlaucht diesen Ortt zu einer Stadt zumachen gesinnet, so seindt Sie gnädigst resolviret, diePrivilegien so offt als Sie sehen werden, dass es die Notherfordert, zu verbessern, umb den Ortt vermittelst derselbenmit Gottes Hülff in einen fleurissanten Stand zu setzen.Dieses Kelsterbach liegt auff dem Mayn zwischen Frankfurtund Maintz, zum Handel trefflich bequäm, und ist zu hoffen,es dörffte dieser Ortt mit der Zeitt ein ander Mannheim oderFranckenthal abgeben."

So heisst es in einem ausführlichen Schreiben, das derGeheim-Schreiber Runckel im Auftrage seines Herrn, deshochverdienten Gesandten P. Valkenier, von Darmstadt ausam 18./28. April 1699 an Herrn Lavater abgehen Hess, derdamalsSecretaire d'Estat du louable Canton de Zürich" war.

Die betreffende Urkunde befindet sich in dem Staats-Archive der Stadt Zürich; ich kannte sie noch nicht, als ichdas erste Heft der aktenmässigen Geschichte derWaldenserSiedelungen in Hessen-Darmstadt" geschrieben habe.

Im Z. IV Heft 1 und 2, Seite 13*) heisst es:Am2. Mai 1699 wird berichtet, dass dort die Waldensereineneue Stadt erbauen wollten und willens wären, sich mit demOrte Kelsterbach in eine Gemeinschaft zu begeben". Der

*) Vgl. Z. III H. 10, Z. IV H. 1 und 2, Z. IV H. 9. Bulletin de laSociete d'histoire Vaudoise N. 12. 1895.