41wegen werden verdammet werden, daß sie auch miteinem einzigen Pfunde untreu umgegangen sind.Laßet uns gedenken, wir arbeiten für uns selbst,wenn wir für unsern Herrn und für unsern Näch-ſten arbeiten; denn aller Fortgang, den wir ſelber inder Weisheit und Frömmigkeit thun, wird unsereeigene Seelen hier und in alle Ewigkeit um so vielJe mehr wir mit unſerm Ta-glückseliger machen.lente gewinnen, desto reicher werden wir hier unddort werden. Treue vermehret die Gnadengabenund die Amtsgaben. Untreue bringt um Hab undGut. Die Treue sey uns empfolen!Gesegnete Knechte, die das Lob eines solchenHerrn haben, und einer so freygebigen Belohnungtheilhaftig werden, als diejenige seyn wird, die einemtreuen Haushalter ertheilet werden wird, wenn anihn die Anrede ergeht: Ey du frommer und ge-treuer Knecht, du bist über wenigem getreu ge-wesen; ich will dich uber viel setzen, geh ein zudeines Herrn Freude. Welch eine unaussprechli-che Freude wird das seyn! Die Freude ihres Herrn;die der Herr selber besitzt und geneußt; die vollkom-menste und unveränderlichste Theilnehmung an dersel-ben. Sie sollen in dieselbe eingehen; darin wohnen,darin leben, damit ewig gefätiget werden. DiesesGlück ist über unsere Vorstellung und unsern Aus-druck erhaben.EinC 1
Druckschrift
Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
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