39getreu gewesen; ich will dich über viel setzen,geh ein zu deines Herrn Freude.Betrachte bey dieser frohen Aussicht, die du hast,mein Freund, deine Wege, und kehre deine Füßezu den Zeugnissen des Herrn. Sieh mehr aufdas, was dir noch fehlet, als auf das, was du schonhast. Zwar auch auf dieses; um Gotte den ihmschuldigen Dank nicht vorzuenthalten. Aber dochmehr auf jenes; um desto demuͤthiger und ernstlicherdem Ziele und Kleinode nachzujagen. Sprich oftzu dir selber mit kluger Aufmerksamkeit auf demHerz, deine Worte und dein Leben: Was fehlet mirnoch? Und ermuntere dich in deinem Laufe. Rich-te auf die läßigen Hände und die müden Knie. Ent-ledige dich von allem, was dich hindert. Machedich leicht. Lege ab alle Last und die Sünde, diedir anklebet, und dich träge machet; und lauf durchSeGeduld in dem Kampfe, der dir verordnet ist.lig ist der, der in seinem Theile Christo nachsagenkan: das ist meine Speise, daß ich thue den Willendes, der mich gesandt hat und vollende sein Werk.Wer seine Heiligung fortsetzet und vollendet, der istunfehlbar recht treu, und leget sein Talent aufs bestean.Zu Ihnen wende ich mich zuletzt, Ehrwürdi-ge Herren, meine werthgeschätzte Amtsbrüder!Uns geht es zunächst an, was unser Herr saget: Werda hat, dem wird gegeben werden, und wirddie Fülle haben: Wer aber nicht hat, demwird auch, das er hat, genommen werden.Was wird wol vermögend seyn uns zur nöthigenSorgfalt, und gebürenden Geschäftigkeit in den Pflich-tenC 4
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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
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