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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
Entstehung
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25heit dazu, gute Rührungen, Anklopfungen, Erwe-ckungen, es sey durch Ungemach, Trubsalen und Wi-derwärtigkeiten, oder Krankheiten, oder nahe Todes-fälle, oder allgemeine Gerichte über ganze Länder undVölker, oder ausserordentliche besondere Wolthaten,die uns Gott erweist, oder unvermuthete Errettungenaus grosen Gefahren, oder aus einem langwierigenElende, einer langdaurenden Noth; oder durch Er-mahnungen, Warnungen, Erinnerungen guter Freun-de; oder kräftige Bekehrungen an anderen in der näheoder ferne, oder dergleichen, die das schlafende Gewis-sen aufwecken und uns zum Nachdenken bringen sol-len. Dahin gehören die Gaben des Geistes, und alleAnerbietungen der Gnade, alle Lockungen und Anforde-rungen an unſer Herz, ein jeder Ruf, eine jede Stim-me Gottes an unsIn welcher Absicht sich Gottan Keinem unter uns unbezeugt läßt. Es wird nichtleicht jemand unter uns seyn, der sich nicht solcherStunden und Augenblicke bewust seyn solte, in wel-chen er durch dergleichen Umstände und Begebenheiten,erschüttert, oder gerühret, oder erwecket worden wäre.Beſinne dich, lieber Menſch! hat dir dein Gewiſſennicht einmal gesaget: du bist noch nicht so, wie duseyn must, wenn du dir gegründete Hofnung deinerSeligkeit machen wilſt; du muſt anders werden, dichbekehren, Buſe thun; dies oder jenes tauget nicht,das kan Gotte nicht gefallen; wenn du zu GOtt kom-men wilst, so must du dich vor ihm demüthigen, sei-ner Stimme Gehör geben, dein Leben ändern, bessern,ein ganz anderer Mensch werden; Kehre um, begegneGotte Solche Umstände und Eräugnisse sind soverschieden, daß sich keine gewisse Bestimmung machenläßt.Auf diese Mannigfaltigkeit haben wir auch dabeyso sehr nicht zu achten, als vielmehr auf die TreueAn⸗