15ichtes, dieweil ihr es habet! Wandelek an demſelbigen.Wirket, dieweil es Tag iſt. Die Nacht kömt, daNiemand wirken kan. Geiſt der Gnade, oͤfne unſe-re Ohren und Herzen, damit wir Worte des ewigenkebens hören, verstehen und bewahren in einem feinenguten Herzen, und Früchte bringen in Geduld!Wir wollenEinmal: Den Sinn der Worte unsers Ter-tes, in so weit sie es bedürfen, aufklären.Fürs andere: Die darin enthaltene und auf-geſchloſſene Warheit erweiſen, retten, be-stätigen.nser Text wird von dem Sohne Gottes zu demvon ihm unmittelbar vorher vorgetragenen Gleich-iſſe gefuͤget, als eine Regel, nach welcher der Herreine Knechte, bey seiner Wiederkunft, richtet.Eömt dieses Gleichnis mit dem überein, welches wirn dem Evangelio Lucaͤ in dem neunzehenten Kapitelle-en. Aber es ist doch nicht ganz dasselbe. Es ist kei-te bloſe Wiederholung. So wie beide zu verſchiede-nen Zeiten von Christo geredet sind: so kommen aucharin verschiedene Anmerkungen vor.Jenes truger Herr vor in der Woche, die vor seinem Leiden her-ing, vor seinem letzten Einzuge in Jerusalem: diesesaber in ſeiner Leidenswoche, in ſeinen letzten Stunden,he er über den Bach Kidron ging. Die Sache warm so wichtig, daß er sie vor seinem Hingange nochinmal beruhrete. Die Verschiedenheit der Bemer-ungen in beiden erhellet von selber, wenn man sie mitinander vergleicht. Jenes war an das Volk gerichtet; die-es vornehmlich an seine Jünger. Jn jenem wird vor allerB 2Ver-
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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
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