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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
Entstehung
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18wichtigen Dienst leistet. Welchen Dank sind wirdem nicht schuldig? Der beste Freund, der grose Liebha-ber der Menschenkinder erweist uns diesen unschätzba-ren Dienst wirklich in seinem Evangelio. Die Grund-warheiten die uns unentbehrlich nothwendig sind, wie-derholet er, und schärfet sie uns oft ein. Und dieseWiederholung daͤucht uns, koͤnte man sicher zu einemKennzeichen derselben machen, um allen Streit dar-über zu schlichten. Unser Text sey uns davon ein Be-weis. Wer zweifelt an dem äusersten Belange der da-rin enthaltenen Warheit, da sie so oft wiederholet, sooft eingeschärfet wird?Wir werden darin unterrichtet, wie es Gottnach seiner Gerechtigkeit, Weisheit und Güte mitseinen Knechten halte; wie reichlich er ihre Treueund ihren Fleiß aus Gnaden belohne, und dage-gen ihre Untreue und Faulheit von rechtswegenstreng bestrafe.Wir haben nun wol nicht mehr nöthig, meinetheuresten Zuhörer! Euch um eure Andacht zu un-serm Vortrage zu bitten. Ihr kennet schon den ho-hen Werth, und das unendliche Gewicht der Warheit,die wir euch vorstellen sollen. Wer Ohren hat zu hö-ren, der höre. Keiner unter uns sey so unglücklich,wie jenes alte Volk, das mit sehenden Augen nichtsah, und mit hörenden Ohren nicht hörete, mit ihren Her-zen nicht erkennete, nicht verstand und sich nicht be-kehrete! O! sehet darauf, wie ihr zuhöret, auf daßihr nicht damit gestrafet werdet, womit ihr sündiget,mit der Verstockung des Herzens; damit nicht, wennihr das Evangelium verachtet, das Evangelium voneuch genommen werde; damit ihr nicht, wenn ihr dieFinſternis lieber habt, als das Licht, in die auserſteFinsternis geworfen werdet! O! bedienet euch desLich⸗