17und einer untadelhaften Gerechtigkeit, in Zeit und E-wigkeit wird gehalten werden. Nach dem Inhaltedieser Worte wird ein jeder unter uns entweder stehenoder fallen; selig oder unselig werden.Auch das muß uns ihren Inhalt wichtig, und unsdarauf aufmerksam machen, wenn wir erwägen, daßdiese Worte in der evangelischen Geschichte fünfmalgelesen werden, nämlich zweymal bey dem EvangelistMatthäus, zuerst in dem dreyzehenten Kap. dessenwölften Verse; und hernach in unserm Texte; Ein-nal bey dem Evang. Marcus in seinem Evangelio indem vierten Kap. dessen fünf und zwanzigsten Verse;und wiederum zweymal bey dem Evang. Lucas, näm-lich in dem achtzehenten Verse des achten Kap. unddem sechs und zwanzigsten Verse des neunzehentenKap. ſeines Evangelii. Es iſt auch unſtreitig, daßie der Erlöser mehr, als einmal ausgesprochen habe;denn nicht uberall, wo sie die heiligen Schreiber ver-zeichnen, beziehen sie sich auf ein und eben denselbenFall und Umstand, nicht überall auf ein und eben die-elbe Zeit und Gelegenheit.Was nie genug gelernet, geübet und beobachtetwerden kan, pflegeten die Alten schon zu sagen, daskan auch nicht oft genug geſaget, wiederholet und ein-geschärfet werden. Diese Weisheitsregel, die derNatur unſerer Seele recht angemeſſen iſt, beobachtetauch die ewige Weisheit. Wichtige, angelegentliche,allgemeine Warheiten wiederholet sie oft, und schärfetsie mit allem Ernste und Nachdrucke ein, damit siezicht überhöret und vergessen werden. Was wir be-halten, und unserm Gedachtnisse tief einpragen wollen,as müßen wir, wie ihr wisset, oft wiederholen, unsoft vorsagen, oder vorsagen lassen; und glücklich sindwir, wenn wir einen Freund haben, der uns diesenwich-
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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
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