12Vaters mit Preise und Ehre gekröneter Erlöser,sieh auf uns hernieder mit Augen der Erbarmung.Wie hast du die Leute so lieb! Unsere Dankbar-keit gegen dich sey herzlich, rein, feurig und dirwolgefällig, für alles, was du für uns, und uns zugute, und an unserer Stelle gethan und gelittenhast; für deine Erniedrigung und Erhöhung; fürdie weisen Anstalten, die du in deinem Reiche ge-troffen hast, daß du etliche zu Aposteln gesetzethast, etliche zu Propheten, etliche zu Evangeli-sten, etliche zu Hirten und Lehrern: daß die Hei-ligen zugerichtet werden, zum Werke des Amtes,dadurch dein Leib erbauet werde. O daß ein je-der unter uns in seinem Theile treu vor dir möch-te erfunden werden! Treue forderst du. Nachder Treue wilst du einmal fragen. Vergib uns,gnädiger und barmherziger Herr, vergib uns alleUntreue, alle Versäumnis, alle Nachläßigkeit,worüber uns unser Gewissen anklaget. Herr,geh nicht ins Gericht mit deinen Knechten; dennvor dir ist kein Lebendiger gerecht. Beschämtmüßen wir es bekennen: Wir sind nicht so treu,wie wir solten, mit unserm Pfunde umgegangen.Wir sind unnütze Knechte. Ach wie viel fehletdaran, daß wir gethan hätten, was wir zu thunschuldig waren! Wie manchen köntest du, wenndu nach deinem Rechte mit ihm handeln woltest,sein Pfund abnehmen laßen, und dem geben, deres beßer nützete! Doch, Herr, sey gnädig, schö-ne. Wecke die ſchlafenden Gewiſſen auf. Ent-decke einem jeden feinen eigentlichen Zustand; zei-
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Der Lohn der Treue und des Fleises im Gebrauche der von Gott empfangenen Talente im Gegensatze der Strafe der Untreue und der Faulheit : Eine christliche Synodalpredigt vor dem versamelten reformirten Clevischen Synodo zu Wesel den 1. Junius 1774
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