Druckschrift 
Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
Seite
34
Einzelbild herunterladen
 

34

Stempel 1. An Nr. IX u. XVI. (Schwerlich an VIII, wie GHZ. 591noch gemeint war.) Abb. Tfl. II, 1 und 2 nach beiden Exemplaren. Alsonur für Zürich und zeitüch neben Stempel 3 gebraucht. Umschrift: + BERH-TOLDVS DEI GRA DVX ET RECTOR BVRGVNDIE

Herzog Bertold V.Stempel 5. An Nr. XVHI A. u. XIX. Abb. Tfl. III, 1 nach dem anXIX. Umschrift: + BER[c]HLTOL ... DI GRA DVX ET RE[ct]ORBVRGVNDIE

Stempel 6. An Nr. XXII. Abb. Tfl. III, 2. Grell ziegelrotes Wachs.Von der Umschrift: NGIN; zu vermutende Umschrift: + berhtoldus . dei. gra.dux . de . zaringin . et. rector . burgundie.

Die Abbildungen auf Tafel H und III sind mit Genehmigung der Stif-tung Schnyder von Wartensee in Zürich dem von ihr als Beilage des ZüricherUrkundenbuches herausgegebenen Siegelwerke entnommen.

Stempel 7. An Nr. XXDI, Abb. Tfl. IV, 1. Umschrift: + BER.........

DV[x] .....N ET RE[ctor burgujNDIEv

(Stempel 8.) Rücksiegel. An Nr. XXHI, Abb. Tfl. IV, 2.

Den links schauenden Reichsadler bieten die Stempel 5 und 6, schwerlichdagegen auch 7 im Schilde des Reiters, ferner 8 für sich im Felde eines Rück-siegels zu 7.

Stempel 8 scheint als ein sehr grosser Ring gefasst gewesen zu sein, da derRand nicht tief u. hartkantig abgedruckt ist, auch keine Oese daran angebrachtwar. Aus den Bemerkungen Ried's (Cod. ep. Ratisbon. I, 310, vgl. GHZ. Anm.1422) über die Siegel von Nr. XXIH u. dem entsprechenden Willebrief H. Leo-polds von Oesterreich geht sicher hervor, dass nur dasjenige H. Bertolds einRücksiegel hatte, dasjenige Leopolds nicht. Damit fällt die schwache Möglich-keit weg, dass dieses Rücksiegel etwa in Beziehung zu der Reichscanzlei stand.Auch dieser umschriftlose, selbständige grosse Reichsadler von Nr. XXIII istsomit ohne Zweifel ein zähringischer Siegelstempel.

Vergl. über den von den Herzogen von Zähringen, den Reichsstatthalternvon Burgund und Inhabern anderer Reichsämter geführten Reichsadler nochoben S. 7 u. die Mitteilungen in den »Siegelabbildungen zum Züricher ÜB.«von P. Schweizer u. H. Zeller-Werdmüller, S. 5 über den Adler in dem Siegeldes zähringischen Freiburg i/Ü. und über den dort beigefügten Schildrand,der sogleich an den mit Feh umsäumten Adler in dem jüngeren Wappen derurachischen Erben der Herzoge denken liess. An diesen Schildrand Vermu-tungen anzuknüpfen, ihn von vornherein als Bestandteil des zähringischenAdlerwappens anzusehen, wird nun aber widerum durch unser klares unddeutliches Rücksiegel, das nichts als den einfachen Reichsadler giebt, un-möglich gemacht oder doch sehr erschwert.