XI
zur Verfügung stehen, aus denen, wenn sie auch aus viel späterer Zeit stammen,bei scharfsinniger und umsichtiger Ausbeutung sicher noch Rückschlüssewerden gemacht werden können. An die Leistungen in diesem Fache, fürdie wol die Schule von Donaueschingen 1 die grösste Autorität innehat, habeich ebensowenig hinanreichen können als wollen und werde froh und zu-frieden sein, wenn meine Arbeit durch die vorläufige Uebersicht, die sie nur.geben konnte, zu solcher Specialisierung und Berichtigung recht viele Ver-anlassung giebt. Eine ähnliche "Weiterführung hoffe ich für die über diezähringischen Ministerialenfamilien gegebenen knappen Zusammenstellungen,die doch recht viele neue kleine Themata darbieten. Manches hätte ich gerneauch in dem erzählenden Text der GHZ. schon näher ausgeführt und da-durch deutlicher und plausibler zu machen gesucht, wäre nur nicht der ge-steckte Umfang ohnehin schon überschritten worden. Ein Beispiel nur, wieich mich auf ein paar schmale Anmerkungzeilen beschränken musste, woeine längere Auseinandersetzung angebracht gewesen wäre, kann die metho-dische Kritik der so einseitigen zeitgenössischen Urteile und späteren Ueber-lieferungen über Bertold V. geben, die ich gleichzeitig mit dem Erscheinendieses Heftes in der Zeitschrift „Schauinsland" des Breisgauvereins (Ereiburg,Jahrgang 1892) niederlege.
Ich hatte die grosse Freude, dieselbe rein auf Erleichterung und För-derung bedachte Liebenswürdigkeit, die ich schon bei der Vorbereitung derGHZ. gerade auch in auswärtigen Kreisen angetroffen hatte, aufs neue leb-haft empfinden zu dürfen, als es sich für das vorliegende Heft um einzelneAnfragen und um Nachbildung der Siegel, nämlich die Erlaubnis und be-queme Gelegenheit dazu, handelte. Mein lebhaftester Dank dafür gebührtHerrn Staatsschreiber Dr. Amiet und dem Staatsarchiv in Solothurn,Herrn Lic. Jos. Schneuwly und dem Staatsarchiv in Freiburg i/Ü., derStiftung Sclinyder von Wartensee (vgl. unten S. 34) und insbesondere denHerren Prof.Dr.G.vonWyss, dem Altmeister der schweizerischen Geschichte,und Prof. Dr. P. Schweizer in Zürich-, in Deutschland vor allem dem K. b.
1 Den umfänglichen Bücliersendungen aus der f. f. Hofbibliothek zu Donau-eschingen verdanke ich überhaupt die Möglichkeit, den „Besitz''abschnitt in der GHZ.,so wie er ist, zusammenzustellen.