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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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Kirchenieheu. 501

auch das Bergwerksregal, um das Hermann von Baden [wohl nicht für sich,sondern für des 1231 j- Heinrich minderjährigen Sohn] Egeno ansprach.Am Anfang 1234 (vgl. PUB. I 164; Trouillat I 530 u. Zs. IV 223 haben1233, daher diese Zahl auch bei Gothein 1. c.) kam der Streit [vielleicht derganze, aber nur dieser Punct liess sich erledigen] vor K. Heinrich (VH) inFrankfurt zum Austrag. Noch lässt die darüber gegebene Urkunde (PUB.I 163f.) den verblüffenden Bindruck erkennen, den es machte, als plötzlichder Baseler Bischofsurgens e medio a durch ausreichendes Zeugniss seinerUrkunden und anderer [also doch noch lebender!] Zeugen darthat, dass diegenannten Silbergruben und Bergwerke der Baseler Kirche aus den Ver-leihungen von Kaisern und Königen mit vollem Rechte zuständen und esderart erwies, dass auch die Streitenden widerspruchslos waren und derBischof das Object zugesprochen, auch sofort durch eine (obige) Urkundevom 1. Pebr. verbürgt erhielt. Bis zum 15. Pebr. entwickelte sich dann dieAngelegenheit derart weiter, dass auch der Wildbann wieder mit dem Berg-werksregal ausdrücklich verbunden und als dem Bischöfe zuständig erklärtwurde, und dass dieser, unter den streitenden Erben den Grafen von Urachbevorzugend, diesem Wildbann und Bergwerke von der Baseler Kirche alsLehen zu tragen übergab (FUB. I 165). Im Jahre 1387 wurden die Mark-grafen von den Freiburger Urachern zu Theilhabern dieser Lehen gemacht(Riezler S. 168).

Eine weitergehende unmittelbare Verleihung der Bergwerke (mit denGoldwäschereien der Flüsse und diesen selbst, s. o. S. 494) durch K.Heinrich (VH) (FUB. I 166 f.) an Graf Egeno geschah in der Zeit (1234),da der König Anhänger zur Empörung sammelte von denen der Urachereiner der treuesten war (Biezler 51 f.), und wurde wohl von Egenoseinerseits als ein theoretischer Schritt in der erstrebten Rückerlangungder zähringischen Reichslehen geschätzt.

Die Wildbänne werden danach im Besitz der Urachischen Grafenvon Freiburg erwähnt Zs. XIX 231 f., 236ff., 375ff.

Bergwerke im Breisgau:Baden weiler, BA. Müllheim; St. 1509. Ausführlich über die dortigen

Gruben Ed. Martini, Sulzburg, S. 150ff.Birchberg am Hünersedel; Zs. V 372.Britznachthal, beim Spielweg im Münsterthal, BA. Staufen-, Zs. XXI 379.

Im Besitze der zähringischen Ministerialen von Staufen (s. d.), aber

vielleicht erst in nachzähringischer Zeit angebaut. Vgl. Gothein

1. c. 395ff.(Diesselmuth am Erzkasten, BA. Preiburg; 1372. Vgl. Gothein

1. c. 394).Glötterthal, BA. Waldkirch; Zs. XXI 100.