Druckschrift 
Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Ueb ersieht.

Je nach dem Charakter der zähringischen Besitzungen erhohen sich heidem Tode des letzten Herzogs verschiedene Erhen und Ansprecher. Zu-nächst das Reich, das den Heimfall der von ihm herrührenden älteren undjüngeren Lehen und Aemter des ausgestorbenen Hauses geltend machte.Mit um so grösserer Energie geltend machte, als der Vertreter des Reiches,König Friedrich II gesonnen war, dasEreigniss von 1218 in jeder Richtungfür die eigene Macht auszunutzen; aus welchem Grunde er anscheinend sogareigene, staufische Erhansprüche hervorsuchte (Winkelmann, Jahrhb. Frie-drich's H, 1 4 zu Rain. Leod. MGSS. XVI 676, Alberic. Tresf.MGSS. XXIJJ851; sie erklären sich doch wohl einzig aus einer unklar gewordenen oder ab-sichtlich verhüllten Kenntniss der uralten Verwandtschaft durch Bertha vonBüren [vgl. oben S. 10], wegen der die Staufer auch stets die Consanguinität mitden Urachern zu betonen sich herbeilassen [vgl. FUB. I passim]) und alsbaldzu denen des Reiches und zur Verstärkung der seinen weitere Ansprüchehinzukaufte, nämlich diejenigen, welche die Herzöge von Teck als Agnatenirgendwie erheben konnten {totam partem hereditatis . . . quam . . . depeeunia nostra a nobilibus viris dueibus de Teki comparavimus, B.-F. 1056),woneben er aus demselben Grunde auch einen Theil schon im Teck'schenBesitz befindlicher zähringischer Güter erwarb {totampartem ... bonorum... que de peeunia nostra a nobilibus viris dueibus de Teki comparavimus,ibid.). Letzteres müssen diejenigen zähringischen Eigengüter sein, welchenach dem Tode Hugo's von Ulmburg an seinen Bruder Adalbert gefallenwaren (oben S. 418 f.), während die zähringischen Lehen, die an Hugo ab-getheilt worden waren, an Bertold V gekommen waren. Dem entspricht es,wenn das Haus Teck nach 1218 im Breisgau und in der Ortenau, wo Hugo'sBesitzungen lagen (predia non parva et benefleia in Brisgaudia et Mortu-nagia, Cat. S. Petri, Freib. Diöc.-Arch. XIV 86), nicht mehr begütert er-scheint.

Ferner betrachteten die geistlichen Lehnsherren Bertold's V (Bamberg,Basel, Strassburg) die zähringischen Kirchenlehen als erledigt.

Auch die Markgrafen dachten daran, als obwohl längst abgezweigte