Der Sturz Heinrich'» des Löwen. 407
(an Priester, Schultheiss und vornehme und geringe Bürger adressirten)Briefe von einem derartigen Vorgehen gegen das Kloster in Freundlich-keit ah.
Von Constanz ging der Kaiser üher Eger zu dem angesagten Hoftagenach Magdeburg. Bertold von Zähringen hat ihn auf diesem Zuge nach unddurch Sachsen nicht begleitet und hat sich überhaupt von dem Strafgericht,das sich immer näher über seinem einstigen Schwager, dem zu glücklich ge-wesenen Heinrich dem Löwen zusammenzog, fern gehalten.
Ob dagegen des "Weifen Gedanken auch zu Bertold mit zurück-flogen, als er nur auf schwäbischer Erde von Schwaben gerichtet werdenwollte? 1238
Als der Kaiser zu Mitte September wieder nach Schwaben, nach Augs-burg kam, stellte sich Bertold wieder bei ihm ein, ausser ihm der Erzbischofvon Salzburg und die Bischöfe von Passau, Brixen, Regensburg, Bamberg undAugsburg, die Herzoge Leopold von Oesterreich und Heinrich von Kärnthen,sowie die "Witteisbacher Pfalzgrafen. Der Herzog von Zähringen nahm mitdiesen an dem Spruche Theil, der am 15. Sept. gegen das Bisthum Gurkgefällt wurde, das sich der Salzburger Hoheit entziehen wollte 1234 .
Dem Reichstag zu "Würzburg, der in der Mitte des Januar 1180 denHerzog Heinrich endgiltig ächtete, blieb Bertold, obwohl sein Bruder Rudolfdort erschien, 'getreu seiner vorherigen Haltung wieder fern. Ebenso bei derVerfügung über die für heimgefallen erklärten Herzogthümer und Reichslehendes Weifen, die am Anfang des April in der Pfalz zu Gelnhausen geschah,und bei dem darauf folgenden Kriegszug nach Sachsen. Im Uebrigen bleibtBertold's Aufenthalt und Thun i. J. 1180 unbekannt. Es sei nebenbei er-wähnt, dass der Bischof Bertold von Constanz in diesem Jahre seines Recto-rats gedachte. Das geschah in einer Urkunde über Schenkungen des EdlenKuno von Buchsee, der ja im burgundischen Rectoratsgebiet des ConstanzerSprengeis wohnte; in ihrer Datirung nennt der Bischof den Kaiser, denHerzog Friedrich von Schwaben, „Bertold den Rector Burgunds" und denGaugrafen Arnold 1235 .
Auch Roger von Lausanne urkundete in demselben Jahre für einenOrt des Rectoratsgebietes und zwar für Interlaken, indessen er vermied essorgfältig des Rectors, dessen die kaiserlichen Urkunden gerade für Inter-laken immer gedacht hatten, im Text oder in der Datirung zu erwähnen.Die letztere lautete: „Geschehen bei der Marienkirche zu Interlaken, 1180,
1283 Darüber Chr. Fr. Stalin II 112 u. 251.
1284 St. 4291. Unter den nichtfiirstlichen Anwesenden war Graf Rudolf vonPfullendorf.
1286 Schöpflin V 125f., F. r. Bern. 464f. — Const. Reg. 1051 mit dem unschlüssigenZusatz -Echt?"