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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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295
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„Herzog von Kärnthen". 295

am 3. Juni wieder treffen. Herzog Konrad ging nicht mit ihm, aher nichtetwa seiner Rüstungen wegen, denn er fand sich nicht in Hersfeld ein, das aufden 25. Juli zum Sammelplatze der gegen die Sachsen zu führenden Truppenbestimmt war. Er ist nicht der einzige von denen, die sich zu Strassburg ver-pflichtet hatten, der ausblieb; auf Grund welcher Umstände er sich aber derPflicht der Heerfahrt entzogen hat oder von ihr entbunden worden ist, wieüberhaupt der König sich dazu gestellt, hat, ist nicht zu erkennen. Immerhinist das Verhalten einer im Lager zu Hetsfeld ausgefertigten Urkunde 897 be-merkenswerth. Der König bestätigt durch sie auf Fürbitte des Baseler BischofsOrtheb — der nicht mit in Hersfeld war und also wohl schon in Strassburgdie Anregung zu diesem Privileg gegeben hatte, das dann wegen des schnellenAufbruchs von Strassburg nicht mehr dortselbst von der Canzlei hätte fertig-gestellt werden können — dem Kloster Trüb die Besitzungen und das Vogts-wahlrecht, wie schon Kaiser Lotar diese genehmigt hatte, wich aber insofernvon der Verleihung seines Vorgängers ab, als er in seiner eigenen UrkundedesRectors vonBurgund gar nicht gedachte und den Strafantheil von 10 MarkSilbers aufhob, den bei Verletzung der königlichen Urkunde nach Lotar's Be-stimmung derRector einziehen sollte; die Strafsumme imBetrage von 30 Markwurde diesmal nur dem Kloster selbst und der königlichen Kammer zu gleichenTheilen zugewiesen. Nicht ganz ausser Acht bleiben darf es auch, dass unterden in Hersfeld anwesenden (Datirungs-)Zeugen dieser Urkunde sich GrafUlrich von Lenzburg findet, der doch wohl nicht ganz ohne Sorgen vor demZähringer sein mochte, auf dessen Kosten sein Haus die Vogtei über Zürichausübte und der vielleicht gerade deshalb mit sich zu allen Zeiten so eng andie Staufer gehalten hat. —

Am 20. October 1139 raffte Heinrich den Stolzen, ehe es zum Ent-scheidungskampfe zwischen dem König und ihm gekommen war, im fünf-unddreissigsten Jahre seines Lebens zu Quedlinburg eine schnelle Krank-heit hinweg. Der König wollte nunmehr auf einem Reichstage zu Wormsam 2. Februar die Zukunft Sachsens ordnen, aber so zahlreich sich auch dieFürsten des Reiches dort einfanden, die sächsischen Laienfürsten und aucheinige Bischöfe fehlten unter ihnen; es musste ihnen ein neuer Tag anberaumtwerden, der auf den 21. April nach Frankfurt a. M. ausgeschrieben wurde.Dorthin ritt nun auch Herzog Konrad 893 ; er fand in der glänzenden Versamm-lung die Erzbischöfe von Mainz, Cöln und Trier, die Bischöfe von Würzburg,Worms, Speyer, Paderborn, Passau und Otto von Freising, des Königs Halb-bruder, den scharfblickenden und tiefsinnigen grossen Geschichtsschreiber,dessen sorgfältige Aufmerksamkeit auf die zähringischen halben Freunde und

807 St. 3400. F. r. Bern. I 412 f. ohne genügende Begründung verdächtigt.

808 St. 3410—3412. Die übrigen Theilnehmer aus St. 3410—3414 nebst 3414a n.3414b = 3426 a.