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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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Gründung St. Peter's. 173

den wenig späteren Rechtsaufzeichnungen (die St. Peter in seinem grossenRotulus vereinigt bis auf unsere Tage überliefert hat) unter Herbeiziehungder kurzen Nachricht Bernold's erschliessen. Er gab die Güter, welche einstvon seinem Vater der Weilheimer Stiftung überwiesen und von ihm selbst jetztvon Hirsau zurückerworben worden waren, gab ferner, um auch der Familieseiner Gemahlin im Kloster ein dankbares Angedenken gewidmet zu sehen,mit ihr zusammen alles, was der Kirche zu Buchsee (Herzogenbuchsee imCt. Bern) von König Rudolf dem Rheinfeldner und vielleicht auch inzwischenvon dessen Tochter, der Herzogin Agnes geschenkt worden war, d. h. denHof Buchsee, die Kirchen zu Seberg und Huttwyl und mehrere Dörfer unddamit, wenn dies verständlich werden soll, doch auch die Kirche von Buchseeselbst, der diese Güter zugetheilt waren. Es waren somit Liegenschaften inBurgund und andererseits im Neckargau, die das erste Gut des jungenKlosters bildeten 572 . Damit aber Hess es Bertold genug sein; gerade der zumgrössten Theil dem Zähringer selbst zuständige Grund und Boden in dernächsten Umgebung St. Peters blieb diesem vorerst noch vorenthalten, wie esverständlich genug ist, erstens bei der engsten und unmittelbarsten Verbindungzwischen Bertold und seinem Kloster, die zu erhalten im Plane des Ganzenlag, und zweitens, weil diese Berg- undWaldgründe von Einkünften, auf die esdoch bei der leiblichen Sicherung der Mönche ankam, zunächst noch nichtszu tragen vermochten. Wie es selbstverständlich war, blieben Herzog Ber-told und seine Nachkommen die Inhaber der Vogtei.

Ueberall wuchsen Pflegestätten der Hirsauer Regel in Schwaben empor.Schon im nächsten Monat nach der Feier zu St. Peter, also im September 1093,konnte Gebhard das von Graf Hartmann von Kirchberg und seinem Bruderauf ihrem Eigengut zu Wiblingen am Einfluss der Hier in die Donau gegriin-

" 2 RSP. 139 f. Urk. v. 1111 Dec. 27 (die Randbemerkung 1112 berichtigt sich vonselbst) und dazu F. r.Bern. 1 362. Bernold 456. Er erwähnt (zu 1093) die Uebertragung derWeilheimer und noch anderer „vieler" Güter. Deshalb setze ich die Ucberweisung derBuchsee'er Besitzungen, für die keiu Datum vorliegt, schon in das Gründungsjahr; dennanderweitige Schenkungen Bertold's II sind nicht bekannt und werden durch die vorhinerwähnte Urk. (RSP. 139 f.) auch ausgeschlossen. Es kommt als weiterer Grund für 1093noch hinzu, dass im Jahre 1109 (ich komme später auf diese Angelegenheit) in einer Urkundedavon gesprochen wird, die Güter von Buchsee seien in Folge der Uebertragung durchBertold II und seine Gemahlin vor 1109 zunächst ungestört bei St. Peter gewesen, „nacheinigen Jahren" sei ein Dorf aus ihnen vonBIerzogBertold an einen gewissen Grafen Diepoldweggegeben worden, der dasselbe bis zu seinem Tode innegehabt habe, und dann erst„endlich" sei das Dorf dem Kloster durch den Herzog am Vorabend von Christi Himmel-fahrt 1109 zurückgegeben worden. Die Summirung dieser Fristen lässt die Schenkungder Güter von Buehsce doch wohl bis 1093 hinaufrückeu. — Die Ueberweisung der Buch-see'er Kirche selber wird in dem eng zusammengedrängten Text der Urk. RSP. 139 f.nicht erwähnt. — Die Schenkung eines Bechers an St. Peter durch Bertold H wird in demNecrol. minus von St. Peter, MG. Necr. 1 335 und zwar ohne Datirung beigefügt.