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dazu Berufene selber zu vollziehen 565 . Gegen die Fastenzeit traf der Constanzerin Metz ein, wo sich gleichzeitig auch der Erzbischof von Lyon mit denBischöfen von Macon, Langres, Toul und Verdun zu der Feier einfand.Vor dem Erzbischof trat Gebhard trotz seiner Vollmacht zurück 566 , zumaljenen der Metzer Klerus von sich aus zur Vornahme der Weihe berufenhatte, und so ward in der ersten Fastenwoche durch Hugo von Lyon die Or-dination vollzogen.
Gebhard hat anscheinend die Reise nach Lothringen nicht weiter aus-gedehnt, sondern ist nach Schwaben zurückgekehrt. Im Sommer lag er krank:er gestattete auf Ansuchen Abt Hugo's von Cluny, dass die Leiche des am14. Juli gestorbenen Priors Ulrich von Zell (St. Ulrich im Schwarzwald,BA. Staufen), die zuerst im Bezirk der Klostermauern beerdigt war, imRäume des Betkirchleins begraben werde, musste aber eben jener Krankheitwegen die feierliche Uebertragung, zu deren Leitung Hugo ihn aufgeforderthatte, durch Vertreter vornehmen lassen 567 .
Inzwischen aber war durch Herzog Bertold ein Gedanke, der ihnseit lange schon bewegt haben mochte, zur zukunftsreichen Ausführung ge-bracht worden. Einst hatte sein Vater das Klösterlein Weilheim gestiftet,das lag nun seit des alten Herzogs Todesjahr noch immer in Schutt undTrümmern und die dazu gehörigen Güter waren durch Gebhard an Hirsaugekommen. Unterdessen war an Bertold II die reiche Erbschaft der Rhein-feldner gefallen, er selbst war Herzog des Landes, sein Bruder längst derDiöcesanbischof geworden und er hatte immer noch nichts dafür gethan seinesVaters Absicht zu dieser Zeit eines vermehrten Könnens zu erneuern, währendringsum in Schwaben Klöster und Zellen durch frommen Schenkersinn empor-geblüht waren, fast jedes Grafen- und Herrenhaus sein Familienkloster aufeigenem Gut und Besitz begründet hatte, mit ihnen als ein besonders zukunfts-reiches Kloster durch die Grafen von Achalm kürzlich im Jahre 1089 dasauch wieder von Hirsau aus bevölkerte Zwiefalten entstanden war und dasHerzogshaus der Weifen sein Kloster in der schwäbischen Heimath, Wein-garten, die Erneuerung Altdorfs, mit stolzer Fürsorge hegte. So wollte denn
885 So erkläre ich mir Bernold's positive, aber falsche Angabe S. 456, er habe eswirklich gethan. Er ist auch in seiner Datirung schon chronologisch unhaltbar und vondem hier vorzuziehenden Hugo von Flavigny (MGSS. VIII S. 472) abweichend. Vgl. auchHenking S. 48 und zu dessen Ausführung noch das Chron. S. Huberti Andag. MGSS.VIII 604 f.
696 Gebhard's päpstliches-Vicariat erstreckte sich ja wörtlich nur auf Sachsen, Ala-mannien und die „benachbarten Gebiete", so konnte er um so eher einmal dem burgun-disehen Kirchenfürsten in dieser lothringischen Angelegenheit weichen, anstatt die Ein-tracht durch die Rechtsfrage zu stören.
567 V. Udalrici MGSS. XII 253. Ueber Ulrich und seine Schöpfungen vgl. obenS. 105 u. 147.