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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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158
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158 1090.

falirung er die Reform Schaffhausens erbat und auch erlangte. Wilhelm nahm— es war im Jahre 1079 — eine Anzahl seiner Mönche zu sich und besuchtemit ihnen persönlich das oberrheinische Kloster, das von da an in der Thatin schnellem "Wiederemporsteigen eine der tüchtigsten Heimstätten desHirsauer Geistes wurde, wie es als solche denn auch schon oben mehrfachmit in den Vordergrund getreten ist. Dem Grafen hatte Wilhelm noch einebesondere Mahnung zur Freigebigkeit für seine Hausstiftung hinterlassen.Sie berührte sich um so mehr mit Burkard's eigener Absicht, als ihm Söhneals Erben versagt waren und er sein Erbgut hinzugeben gewillt war. So kamdenn der Graf in den nächsten Fasten am 1. März 1080 an dem Rheinwinkelgegenüber Basel abermals mit Wilhelm von Hirsau und zugleich mit seinereigenen Mutter, der Gräfin Ida, die sich in eine Schaffhausener Zelle alsNonne zurückgezogen hatte, zusammen, schenkte hier vor einer Anzahl Zeugendem Kloster zu Eigenthumsrecht zunächst den Ort Schaffhausen, in dem eslag, mit Münze, Marktrecht •* 27 und allem Zubehör und leistete völligenVerzicht, auch auf die Vogtei darüber. Am 4. Juli 1087, auf der grossenVersammlung der St. Peters-Parthei, die in Schaff hausen stattfand 628 , be-stätigte er dann noch einmal die schon auf der Constanzer Synode von 1086verkündete Freiheit und Immunität seines Klosters und zugleich gegen jedenmöglichen Einspruch, den er als berechtigter Erbe seiner beiden Elternmachen könne, alle schon von seinem Vater gemachten Verleihungen, dazuseine eigenen früheren. Ferner hatte er zu irgend einer Zeit Bertold I[ unddessen Neffen Graf Hermann damit betraut, seine Höfe Büsingen undHemmenthal, beide nicht fern von Schaff hausen, nach seinem Tode, falls ernicht vorher anders bestimme, dem Kloster zu tradiren. Danach schien es ihmin der That verdienstlicher, sich jener beiden Güter und ihrer Nutzniessungschon bei Lebzeiten zu entschlagen und so forderte er die beiden von ihm Be-vollmächtigten auf, die Schenkung in seinem Namen schon jetzt zu vollziehen.Das geschah auch: Bertold und Hermann trafen in Friedingen im Hegau,der Grafschaft Ludwig's (in der Büsingen, aber schwerlich auch noch Hemmen-thal lag), zusammen und nahmen hier am 14. April 1090 vor einer Anzahlvon Zeugen die Uebergabshandlung vor. Die hier mit den beiden ZähringernAnwesenden waren Pilgrim von Hosskirch, Eherhard von Justingen, Dietrichvon Hundersingen, Adalbero von Singen, Wipert von Waldhausen, Wipertvon Hunerhausen, Egilwart von Karpfen, Rudolf von Thengen, Bertold vonBeringen und dessen gleichnamiger Sohn. — Nun war Burkard noch Inhaberder Vogtei des Allerheiligen-Klosters, auch auf diese verzichtete er für sich

6 " viUam Scaphiisam cum publica monela, mncato et Omnibus pertinentiis suis. Alsoein Ort mit Markt (vgl. den Anm. 18 erwähnten Aufsatz) konnte doch noch villa genanntwerden.

628 S. oben S. 148.