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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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Markgraf Hermann, der Stammvater der Markgrafen und jetzt regie-renden Grossherzöge von Baden, ist Herzog Bertold''s I ältester Solm 82s .Denn als er 1073 in's Kloster ging, hinterliess er schon einen Sohn, der dann1089 324 als Zeuge in Urkunden aufzutreten vermochte und den wir zu dieserZeit auch mit einer Testamentsvollstreckung betraut finden, die er 1090 voll-zieht 325 . Schon dieser Daten wegen könnte dieses Hermann II Vater, Her-mann I, nicht wohl nach 1050 geboren sein; indessen er muss noch einige Jahreälter sein und seiner Geburt nach den vierziger Jahren angehören. Dazu führtdie oben (S. 20) besprochene Urkunde des Schaffhausener Gütertausches, diewenn sie auch später, am Anfang der sechsziger Jahre erst aufgesetzt ist unddesshalb die Titel ändert, doch eben Hermann ausdrücklich unter den An-wesenden bei der Handlung, bei dem Actum von 1050 nennt 320 . Hermannkann aber, als er an der Hand des Vaters der Zusammenkunft am Fusse desHohentwiel beiwohnte, erst ein Knabe gewesen sein; denn ihn als schon damalsmündig zu betrachten und seine Geburt in die dreissiger Jahre hinaufzurücken,verbieten 327 die Altersverhältnisse, wenn nicht des Vaters, so doch der Brüderund daneben auch der von Hermann selber später gegründeten Familie 328 .

Als Bertold Herzog von Kärnthen ward, erhielt dieser älteste seinerSöhne, der Träger mütterlicher Erbbeziehungen zu dem Herzogthume 329 ,

323 Es ist ganz merkwürdig, dass das von den bisherigen Forschern und Darstellernimmer wieder verkannt worden ist. Eine rühmliche Ausnahme machte zwischen ihnen undwurde darum schnellweg abgetrumpft Fi ekl e r, dessen Scharfsinn seine Darlegungen überallbeachtenswerthmacht, auch wo siedurch seine Combinatiouslust zu weit getragen undfehler-haft werden. Dann neuerdings Henking S. 9. Nachtr. Nun auch H. Maurer, zur Gesch.d. Markgr. v. Baden, Oberrh. Zs. N. F. IV S. 480 ff. (ohne doch die Gründe auszunützen,die von Bertold II her genommen werden können) und Fr. v. Weech, Bad. Geschichte,Karlsr. 1890, S. 13, der Maurer's Darlegungmit Vorbehalt" anerkennt.

324 St. 2894. Allerdings sind die Zeugen im Original nachgetragen. Ueber einfrüheres Auftreten in einer Urk. von1083" oder1087" vgl. unten zu 1087.

325 Quellen zur Schweizer Geschichte III 1 S. 17. Freilich nur in zweiter Linie nebenseinem Oheim Bertold II.

820 QzSchw. Gesch. III. 1, S. 6ff.Herimannus marchio flius B. ducis", als ersterder Zeugen.

827 trotz der idonei festes der Urkunde.

328 Und ferner die Worte Bertold's Ann. 276 über ihn, zu 1073: adölescens adhuc.

829 Vgl. oben S. 27 und Anm. 317.

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