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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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79
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Die Partheiung in Schwaben. 79

von Tübingen, Burkard von Neuenbürg dessen Bruder Eberhard für Hein-rich IV stritt und fiel , Adalbert von Calw, der mächtige Gönner derHirsauer, dem Zähringer in mehrfacher Beziehung näherstehend, und dann derschon erwähnte Manegold von Veringen. Das waren Verbündete Rudolfs undBertold's, die mit ihrem Anhang deren eigene militärische Macht verstärk-ten. Ferner war es für dieParthei nicht ohne grossen practischen Werth, dassfür sie die befreundeten Klöster im Schwarzwald, St.Blasien und zumal Hirsauwirkten, wo im hellen Eifer der jungen Bewegung der neue mönchische Geistlebendig war und von wo aus in diesen Jahren bis in den Beginn des zwölftenJahrhunderts eine grosse Anzahl Klöster neu gegründet oder schon bestehendenach der cluniacensisch-hirsauer Regel umgestaltet wurden. Zu König Hein-rich hielten sich in Schwaben die Bischöfe von Augsburg, Constanz 24S ,Basel 244 und Strassburg, das alte mannhafte Kloster St. Gallen und mit diesemkurze Zeit Reichenau; Graf Eberhard von Neuenbürg, Heinrich's langjährigerRath und des früher genannten Schaff hausener Klostergründers Sohn; weiterder Staufer Graf Friedrich, der Markgraf von Giengen und die Grafen vonLechsgemünd, Buchhorn, vier Achalmer und zumal die von Lenzburg, diezu allen Zeiten für ihre Schützer und Herren und für sich seihst die Wider-sacher gerade der Zähringer gewesen sind. Zu diesen allen hinzu kam vonnicht-bischöflichen schwäbischen Städten noch die wie es scheinen mussbedeutendste 245 , nämlich treu der deutschen Bürgerpolitik Zürich.

So verblieb denn der Gegenkönig auch in dieser Stadt nur kurze Zeit,er ging schnell zurück und hielt in Esslingen einen kümmerlichen 240 Hoftag;dann rückte er, in der Hoffnung sich doch zum wenigsten Schwabens nach undnach versichern zu können, vor Sigmaringen, wo er sein Lager aufschlug unddie Veste zu belagern begann.

Unterdessen war Heinrich 247 auf die Kunde von den Forchheimer Vor-gängen über die Alpen geeilt, denn Rudolfs Versuch, ihn durch seine drohendeWarnung in Italien zurückzuhalten, war natürlich ohne jedeWirkung geblieben.

218 Vgl. auch Ladewig, Corist. Regesten S. 66.

244 Zu Basel hielten sich von Breisgauern wohl damals schon die von Röteln. Vgl.ihr 1103 erhaltenes Vertrauensamt Sehöpflin V Urk. 16.

S45 Auch zu Otto's v. Freising Zeit war Zürich nobüissimum Svcviae oppidum gestaFrid. I c. 9.

Ms So kümmerlich, dass ausser Bernold MGSS. V 434 Niemand davon spricht:generale colloquium" mit denprincipes regni", wie denn Bernold überhaupt alles beiRudolf mit Glanz umgiebt und eben so oft auch Bertold von Reichenau, beide ohne daranzu denken, dass sie sich selbst durch die mitgetheilten Ereignisse widerlegen. Beidesprechen dann ohne Nennung des Namens von einem belagerten Castell (an der Donau Bertold); als Sigmaringen bezeichnen es erst die Casus monast. Petrish. S. 646 undferner, aber mit einem zusätzlichen Irrthum, auch die Cont. cas. S. Galli, S. 46 der Ausg.Meyer von Knonau's.

U7 Das Folgende hauptsächlich nach Bertold Ann. 294 ff. Bernold 434 ff.