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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
Seite
12
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12 Vorgeschichte.

Bezelin von Villingen kaum vor 985 auf die Welt gebracht haben könne, alsodieser schon deshalb von dem Gründer Villingens, Grafen Bertold, mit demman ihn herkömmlich zusammenbrachte, zu unterscheiden sei 31 . Das decktsich ja mit den obigen Ausführungen, dennBezelin von Villingen" ist ebender 1010 urkundende Birchtilo, was zum Ueberfluss von der zähringischenGenealogie aus St. Peter 33 bestätigt wird.

Dass man ihn, da er mit seinem Bruder gemeinsam dem Vater nur imEigengut nachfolgte, nach dem bedeutendsten Orte desselben, dem mit Markt-recht begabten Villingen zubenanntc, ist nicht verwunderlich. Indessen sollteauch er, der Sohn eines unter dem Vorgänger des jetzt regierenden Königsverdienten Mannes, als er älter wurde, nicht lange ohne ein Grafenamt bleiben;er hat mindestens eine Grafschaft seinem Hause neu erworben und diejenigen,die sein Vater innegehabt hatte, vielleicht schon wieder an sich selbst ge-bracht. Darüber weiterhin bei dem ersten Herzog. Jedenfalls ist der Breisgau,in welchem leider zwischen 1010 und 1028 kein Graf genannt wird, in demletzteren Jahre im Besitze vouBezelin's Sohn; also Adalbero, sicher von 1006bis 1010 dort Graf, fügt sich mitten zwischen Grafen aus dem zähringischenHause hinein.

Und darum liegt es nahe, wenn es auch nur verniuthet werden darf 33 ,dass auch Adalbero ein Glied dieses Hauses gewesen sei, etwa ein Bruderdes ca. 1005 verstorbenen Bertold. Auch seine persönliche Anwesenheit beidem Baseler Tage von 1010 würde dadurch noch besonders beleuchtet, sowieauch das, dass in 1 der damals zu Basel aufgesetzten Urkunde er eben alsMitglied des über Sulzburg verfügenden Hauses den königsentsprossenenburgundischen Grafen vorangestellt ist. Schliesslich vielleicht auch das, dassnoch einmal wieder, und zwar in der späteren zähringischen Herzogsgeschichte,

31 Ich verdanke diesen Hinweis, der allein schon in der Fülle des über das Ver-hältniss Bezelin's zu Villingen von Früheren Behaupteten aufräumt, einer mir freundlichstübersandten Arbeit des H. Oberförster H. Ganter in Villingeu, der sie auch in Druckzu geben beabsichtigt. Den eigentlichen Aufstellungen H. Ganter's, welche auf eine grosseBelesenheit und Combinationskraft gegründet sind und den Ursprung der Zähringerin einer uraltfränkischen Familie finden, vermag ich dagegen nicht nachzukommen.

82 Hrsg. v. F. L. Baumann im Freiburger Diöcesan-Archiv XIV S. 83. Nur dassdiese auf gelehrtem Wege entstandene Klosterarbeit die beiden Birchtilo in einen zu-sammenzieht und so den jüngeren Birchtilo nebst Gebhard, oder wie sie sie nennt Bezelinund Gebezo selber zu Gründern von Sulzburg an ihres verkannten Vaters Statt macht. DieGenealogie des Theuenbacher Urbar's beruht auf der Arbeit von St. Peter, sie bringt daherdas Gleiche. Die Darlegungen früherer Darsteller (hier mit Einschluss des Nauclerus)setze ich widerum nicht hierher; auch W. Gisi, der Ursprung der Häuser Zähringenund Habsburg, Anz. f. Schweiz. Gesch. 1888, S. 267 wickelt sich aus den Sulzburger Contro-versen nicht heraus.

S8 Und auf diese Vermuthung stützt sich, wie doch noch im Besonderen zu be-tonen ist, wieder die Heranziehung des früheren Adalbero, oben S. 4.