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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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Graf Bertold's Söhne Bezelin und Gebhard. Graf Adalbero. 11

an dem erwähnten Tage zu Basel dem Kloster Sulzburg ihre Erbantheile anden Gütern zu Rinken, Buggingen, Weiler, Rhusingen, Reuthe, Vörstettenund Holzhausen. Das ist also, da nur Holzhausen damit neu oder schon in-zwischen dazu gekommen ist, nur eine bestätigende Erneuerung der SchenkungGraf Bertold's, vorgenommen durch dessen Erben 39 . (Eine Erweiterung der-selben kann es abgesehen von Holzhausen nicht sein, denn schon GrafBertold hatte seinen ganzen Besitz an den aufgezählten Orten hingegeben.)Nach der Bestätigung geschieht dann das Neue: Birchtilo schenkt Sulzburgnebst diesen ihm neu verbrieften Besitzungen dem Hochstift Basel und derBischof Adalbero fügt darauf hin zu diesen aus seineu besonderen Bischofs-einkünfteu die breisgauischen Orte Bischoflingen und Seefelden hinzu.

Das alles geschah mit besonderer Feierlichkeit und Festlichkeit; Adalberosprach von des Königs und seiner Mitbischöfo zustimmendem Rath und Hessauch seinen Erzcaplan bei Aufsetzung der Urkunde sich besonderer Feier-lichkeit befleissigen. Das passte auch zu der Versammlung selbst, welche da-mals zu Basel anwesend war, denn ausser den Betheiligten waren der Breisgau-graf Adalbero und die vornehmen burgundischen GrafenBertold undRudolf 30zugegen und nahmen mit vielen Anderen als Zeugen an der BeurkundungTheil.

Die obige Annahme, dass Graf Bertold nicht anders, als eben durchseinen Tod aus der Breisgaugrafschaft (ca. 1005) ausgeschieden sei, wird nunaber nicht bloss durch dieses Auftreten seiner Erben i. J. 1010 weiter be-stätigt, sondern noch durch eine anderweitige, sich vortrefflich in den Zu-sammenhang fügende Beobachtung, welche in der für die Ehescheidung K.Friedrichs laufgestellten Ahnen Übersicht die Altersverhältnisse der staufischenReihe durchgeht und zu dem leicht zu verfolgenden Schluss gelangt, dass auchbei ziemlicher Dehnung des Menschenalterdurchschnitts Berta von Büren den

20 Dum entspricht es auch, dass des durch den Kleriker Becilin inzwischen er-richteten Marktes zu Rinken gar nicht gedacht uud nur die alte Ortsaufzählung GrafBertolds wiederholt wird.

30 Beretholt comes. Ruodolf comes. Es geht nicht an, in Graf Bertold den gar nichtals Graf (von was auch?) bezeichneten und selber als Aussteller fungirenden Birchtilo zuerblicken. Auch Graf Rudolf ist bisher verkannt worden; ihn hat W. Gisi im Anzeigerf. Schweiz. Gesch. 1887,der Ursprung des Hauses Rheinfelden" S 341'. mit Bestimmtheitals den burgundischen Grafen Rudolf (den Grossvater des Gegenkönigs Rudolf von Rhein-felden) gedeutet. Dieser aber hatte einen Bruder Graf Bertold, mit dem zusammen er inden Jahren 10001019 oft genug auftritt (vgl. Gisi 1. c. S. 3'2, dort auch das Nähere überBeide). Diesen burgundischen Grafen Bertold halte ich für den in Basel (mit scinemBruder)anwesenden. Auch Gisi selber, der zwar 1. c. den Graf Bertold von 1010 und, da er über-haupt zu den Zähringern auf anderem Wege gelaugt, auch die breisgauischen Grafen-verhältnisse weniger scharf ins Auge fasst und daher einem so noch nicht möglichenGrafen Becelin" den Vorzug giebt, schliesst es doch nicht ganz aus, dass der Graf Bertoldvon 1010 der burgundischc sei.