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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
Seite
IV
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IV Vorwort.

mehr Vorliegende ist als ein Brzeugniss sich in mehrfacher Hinsicht gegeneinander richtender Pflichten und "Wünsche zu beurtheilen.

Etwas, das sich sehr bald als unthunlich erwies, war die Möglich-keit, ein Buch zugleich zum bequemen Lesen zu schaffen; ich hätte dennschon zweierlei Text neben einander setzen müssen. So oft die Zähringerin der Geschichtsliteratur auch früher, besonders um den Ausgang desvorigen und in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts schon genanntworden, so vortrefflich die kurzen Hinweise Stälin's sind, lag doch der Stoffeigentlich noch brach. Die Nachrichten der Quellen und die verwendbarenUrkunden waren in der Hauptsache erst in den alten und den besseren neuenVeröffentlichungen aufzusuchen und mussten ganz von Neuem zurechtgemacht werden, die (im übrigen meist sehr verdienstvollen) ältereneinheimischen Geschichtsdarstellungen störten, wo sie dies Thema be-rührten, eine Bearbeitung, die sich auf die Quellen selbst aufbauen wollte,im Ganzen eher, als dass sie ihr nützten. Der äussere Apparat der Be-arbeitung trat in Folge alles Dessen stark in den Vordergrund und musstemit vorgelegt werden, sonst hätten die Ergebnisse in der Luft zu schwebenund den Meinungen der Vorgänger vielfach grundlos zu widersprechengeschienen: die Roharbeit wäre nicht ein Ueberwundenes geworden, sondernNiemandem zu Nutze gekommen. Allerdings durfte ich mich in der Regelbegnügen, den älteren widerstreitenden Behauptungen bloss mit den Be-weisen der neuen Ergebnisse, anstatt durch besondere Anführung, Be-sprechung und Widerlegung, entgegenzutreten. Dazu kam nun für dieDarstellung noch Eines: zu eigentlicher Erzählung passte wohl Manches,besonders aus dem anziehenden Gebiete der Theilnahme der Zähringer anden "Weltereignissen und denen der Reichsgesehichte (welche, wie ich hoffe,hier noch manche Bereicherung empfangen hat), passten ferner auch eineAnzahl Episoden der grund- und landesherrlichen Fürsorge der Herzoge;im Ganzen aber widerstrebte doch der Stoff einer reicher belebten undinnerlich fest ineinandergefügten Darstellung. Quellen, wie sie die Ge-schichte eines Friedrich Barbarossa und schon die eines Heinrich IV zueinem farbig durchwirkten Gesammtbilde gestalten, liegen für das nebenden Kaisern in Schwaben und Burgund hergehende mächtige Fürstenhausin dem Masse doch nicht vor; der Griff ins volle Material wird nur zuoft vermisst und mehrfach prägt sich der Zähringergeschichte der dürftigereCharacter des blossen Itinerars für den Zeitraum ganzer Jahre auf. Somusste sich der Bearbeiter bescheiden und für das Angemessenste halten,das über die Geschichte des Hauses ihm überhaupt Erreichbare nur erst