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Die Illustration von Erfindung der Buchdruckerkunst bis zumEnde des fünfzehnten Jahrhunderts.
las vierte Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts sollte der Welt eineErfindung schenken, die einen der grössten Siege deutschenGeistes bedeutet. Um diese Zeit, wahrscheinlich zwischen 1436und 1440, erfand Johann Gensfleisch, genannt Gutenberg,den Druck mit beweglichen Lettern und zugleich die Buchdruck-presse, in der ersten Offizin des Erfinders, die sich zu Mainzbefand, und die mehrere Jahre hindurch auch die einzige blieb,wurde 1450 der Druck der Biblia latina vulgata begonnen, der in zwei Kolumnengedruckten 36zeiligen Bibel, des ersten Buches der Welt, das mit beweglichen Letterngedruckt wurde. Auf diese 3(5 zeilige folgte 1453 50 die 42 zeilige Bibel, die mitkleineren Typen und roten Auszeichnungsschriften gedruckt war; beide aber müssenals vollendete Druckleistungen bezeichnet werden, deren Typen wegen ihrer Klarheitund Schönheit noch heute mustergiltig sind. Es ist hier nicht der Ort, auf dieSchicksale des Erfinders und seiner neuen Kunst näher einzugehen, die sich bald überDeutschland verbreitete und durch deutsche Drucker nach dem Auslande gebracht wurde.Nach Strassburg kam die neue Erfindung bereits vor 1460, nach Bamberg vor 1461,dann folgten Köln 1462, Augsburg 1468, Basel, Ulm und Nürnberg 1473, Wien 1482.
An der Verbreitung im Auslande sollen die deutschen Juden wesentlichen Anteilhaben, durch sie soll die Buchdruckerkunst nach Portugal, Spanien, Italien und sogarnach Konstantinopel schon am Ausgange des 15. Jahrhunderts gekommen sein. Vorzüglichwar es der Druck hebräischer Bücher, den sie dort betrieben; ein Beispiel dieser frühestenhebräischen Drucke giebt die Abbildung 12, welche einem Fabelbuche, „Maschal Ha-Kadmoni" von Isak ihn Sohula entnommen ist, das aus dem Jahre 1490 stammen soll.Unter den Verbreitern der Druckerkunst nimmt zunächst der Briefmaler undBuchdrucker Meister Albrecht Pfister von Bamberg unser Interesse in Anspruch, da ver es war, der zuerst den Holzschnitt mit den beweglichen Lettern in Verbindungbrachte. Vier solcher Bücher, die aus der Pfisterschen W T erkstatt stammen, sind unsnoch heute bekannt. Das älteste derselben ist das Fabelbuch von Ulrich Boner
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