Auf einem solchen Wagen zog auch der Erzbischof Balduin von Trier dem Könige Heinrich VII. nac 1
Italien zu Hülfe, er war jedoch zur Auszeichnung mit Gold und Silber verziert. Ich gebe davon vorstehend eine
getreue Abbildung aus dem Balduinum, welche die Unterschrift hat: Cursus cum auro et argenteo domini Treuerensis,
p. uia transalpina, de quo pluries subuenit Regi Romanorum. 24 ) Einen ähnlichen Karren musste die Abtei Pantaleon
dem Erzbischof von Cöln stellen. 25 )
Eine andere Reiseweise war das sich tragen lassen, so dass die
Tragbäume menschlichen Schultern 26 ) oder Ochsen 27 ) aufgeladen wurden.Auch reiseten die Frauen wohl auf Sesseln, die auf den Rücken derEsel standen; ein Bild davon aus dem 11. Jahrhundert liefert dasSchnitzwerk der nördlichen Thür von Maria im Capitol in Cöln; ichgebe nebenstehend die Abbildung. Selbst der Schiebkarren findet sichals Transportmittel für Menschen. 28 ) Ende des fünfzehnten 20 ) Jahrhundertskamen die Kutschen auf, bedeckte undringsgeschlossene Wagen, anfangs nochauf der Achse ruhend, wie hiernebenabgebildet, seit 1580 in Riemen hangend,
seit circa 1670 für fürstliche Personen vergoldet und mit sechs Pferdenbespannt. Ein Wagen letzterer Art fand sich auch auf der BurgIngenhoven zu Lobberich im Jahre 1748 30 ) vor. Ich gebe hier nach-stehend eme Abbildung davon. "In dieser Form sind sie jetzt noch inRom für die Cardinäle gebräuchlich, doch haben diese häufig mehr alsdrei Bedienten hinten aufstehen.
und betrugen die Kosten 1 Gulden 20 St. — 24) Aehnliehe, mit Leintuch überspannte Wagen aus derselben Zeit liefert das Buch: Liarsd'amour des Vertus derBibl. v.Burg. — «) Lac. I. NrS. 106 62. Noch 1584 fuhr der Stiftsherr Gerard v. Goch mit dem Baumeister der Kirche
Fahno, Iiocholtz I. 70